PfadnavigationHomePanoramaVor Poel„Ich kann ihm nicht helfen – wohl auch niemand anders mehr“, sagt Sarah Connor zum gestrandeten WalVeröffentlicht am 13.04.2026Lesedauer: 3 MinutenDer Buckelwal Timmy sitzt immer noch an der Ostseeküste fest. Experten raten von einer Rettung ab, da das Tier geschwächt ist. Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister von Timmendorfer Strand, schildert seine Erfahrungen aus ähnlichen Rettungsversuchen.Sarah Connor äußert sich zur Debatte um den in der Ostsee gestrandeten Wal: Gerne würde sie selbst mit einem „Wetsuit“ ins Wasser springen und das Tier befreien, sagte die engagierte Tierschützerin.Sängerin Sarah Connor ist auch als Tierschützerin tätig, insbesondere der Schutz von Orca-Walen liegt ihr am Herzen. Die 45-jährige Sängerin hat sogar eine eigene Stiftung gegründet, die „Iberian Orca Guardians“, die sich für die vom Aussterben bedrohten iberischen Orcas in der Straße von Gibraltar einsetzt. Zudem unterstützt sie die Tierschutzorganisation PETA im Kampf gegen die Gefangenschaft von Walen und Delfinen.Kein Wunder also, dass ihre Fans schon lange auf ein Statement zum Schicksal des vor der Insel Poel gestrandeten Wals warten. Doch das, was die Künstlerin nun auf Instagram veröffentlichte, ließ viele Leser offenbar unbefriedigt zurück. Denn ihre Prognose für den in der Boulevardpresse „Timmy“ benannten Meeressäuger fiel negativ aus. Sie selbst, so Sarah Connor, könne dem Tier nicht helfen, und auch niemand anderes mehr.„Hunderte Nachrichten“ erreichten sie täglich zu dem Thema, schreibt sie in ihrer Stellungnahme. „Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe.“ Doch dann heißt es weiter: „So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde … Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“ Sie sei „natürlich“ im Austausch mit Menschen vor Ort, und sie verstehe auch, „dass wir Menschen“ immer alles „regeln und lösen“ würden wollen. „Wow, bin sprachlos, dass Du wegguckst!“, heißt es in den KommentarenDies jedoch gehe in diesem Fall nicht, auch, weil man letztlich viel zu wenig über die Hintergründe der tierischen Tragödie wisse. Sei das Tier womöglich vorerkrankt gewesen, welche Rolle spiele das Netz in seinem Maul, habe ihn womöglich Schiffslärm bereits achtmal von seiner Route abgebracht – all das lasse sich aktuell nicht mehr klären, führt Connor aus. Sollte man ihn nun „freibuddeln“, so ihre Schlussfolgerung, würde „Timmy“ sicher bald wieder stranden, so ihre Prognose. Und Sarah Connor hat noch eine weitere schlechte Nachricht für die Wal-Fans: Sie befürchte, dass das Sterben des Tieres noch lange dauern könne. Ein weiterer Fakt sei nämlich: „Ein Wal hat eine dicke Fettschicht, die man Blubber nennt und kann viele Wochen und Monate ohne Nahrung auskommen.“ Selbst ein ausgehungertes und entkräftetes Tier sei also nicht rasch dem Tode geweiht, so ihre These.Lesen Sie auchDas Echo in den Kommentaren – 21.000 Instagram-Nutzer ließen auch ein „Gefällt mir“-Zeichen da – ist gemischt: Einige loben die Sängerin für ihr Engagement und ihre Empathie, andere greifen sie an. Connor habe „keine Ahnung“, rede Unsinn. Lesen Sie auchEine Nutzerin schreibt: „Sehr enttäuschend, was Du hier sagst. Wow, bin sprachlos, dass Du wegguckst!“ Eine andere führt aus, dass sie selbst vor Ort gewesen sei, und das Tier ständig Lebenszeichen gebe und sich bewege. „Ein Wal, der so kämpft, darf einfach nicht zum Sterben verurteilt werden. Woher nehmen sich einige das Recht raus, über dieses Wildtier zu entscheiden?“ Und ein Dritter zitiert den Dalai Lama und dessen Worte: „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“Lesen Sie auchNach offiziellen Angaben ist der gesundheitliche Zustand des vor der Insel Poel gestrandeten Wals weiterhin schlecht. Im Laufe des Montagmorgens werde im Ministerium das weitere Vorgehen besprochen, sagte ein Pressesprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern. Am Wochenende hatte es einen erneuten Rettungsversuch mit Walgesängen gegeben, der erfolglos blieb. Zeitgleich hatte die Verzweiflung der Schaulustigen und Wal-Freunde vor Ort zugenommen. Demonstranten versuchten etwa, einen Sperrbereich zu durchbrechen. Gleich zweimal sprang zudem eine Frau ins Wasser und versuchte, das gestrandete Tier schwimmend zu erreichen. Der verletzte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tieres eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte.krott mit dpa
Poel: „Ich kann ihm nicht helfen – und wohl niemand anders mehr“, sagt Sarah Connor zum gestrandeten Wal - WELT
Sarah Connor äußert sich zur Debatte um den in der Ostsee gestrandeten Wal: Gerne würde sie selbst mit einem „Wetsuit“ ins Wasser springen und das Tier befreien, sagte die engagierte Tierschützerin.







