PfadnavigationHomePolitikAuslandSexuelle Deepfakes„Führungskräfte persönlich zur Verantwortung ziehen“ – Großbritannien droht Tech-Chefs mit GefängnisVeröffentlicht am 10.04.2026Deepfakes und Revenge Porn sind nur zwei Formen digitaler GewaltQuelle: Marcus Brandt/dpaGroßbritannien will verstärkt gegen sexuelle Deepfakes vorgehen. Sollten die Plattformbetreiber davon absehen, KI-generierte Aufnahmen sexueller Handlungen zu löschen, könnten auch gegen deren Geschäftsführer Gefängnisstrafen verhängt werden.Die britische Regierung will stärker gegen KI-generierte sexuelle Darstellungen im Internet vorgehen. Weigern sich Plattformen, entsprechende mit Künstlicher Intelligenz hergestellte Bilder oder Videos zu löschen, könnten „Führungskräfte des Technologie-Sektors persönlich zur Verantwortung gezogen werden“, heißt es in einer Erklärung der Medienaufsichtsbehörde Ofcom vom Freitag. Dies schließe Geld- und Gefängnisstrafen ein.Über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag der regierenden Labour-Partei wird derzeit im britischen Unterhaus diskutiert. Das Erstellen und Teilen sexueller Deepfakes ohne Zustimmung der dargestellten Menschen ist in Großbritannien bereits seit Februar strafbar. Aufhänger war damals vor allem der KI-Chatbot Grok, der in den Onlinedienst X integriert ist und Bilder und Videos mit sexuellem Inhalt erstellen kann.Lesen Sie auchDie britische Regierung hatte Unternehmen, die sich weigern, Bilder und Videos innerhalb einer bestimmten Frist zu löschen, bereits mit Geldstrafen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes und einer Sperrung der Dienste in Großbritannien gedroht.Eine ebenfalls am Freitag vorgestellte Änderung des Gesetzesvorhabens betrifft laut Regierung pornografisches Material, das mithilfe von KI erstellt wurde und „inzestuöse Handlungen oder die Darstellung von Kindern mit Erwachsenen zeigt“. Deren Erstellung und Verbreitung könnte demnach ebenfalls bald strafbar werden.AFP/doli
Sexuelle Deepfakes: „Führungskräfte persönlich zur Verantwortung ziehen“ – Großbritannien droht Tech-Chefs mit Gefängnis - WELT
Großbritannien will verstärkt gegen sexuelle Deepfakes vorgehen. Sollten die Plattformbetreiber davon absehen, KI-generierte Aufnahmen sexueller Handlungen zu löschen, könnten auch gegen deren Geschäftsführer Gefängnisstrafen verhängt werden.








