PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFall LinnemannGefundene Knochen stammen nicht von vermisstem Studenten – vermutlich sind es SchlachtabfälleVeröffentlicht am 10.04.2026Lesedauer: 2 MinutenEin Flatterband der Polizei ist als Absperrung um mehrere Bäume in einem Waldstück gewickelt.Quelle: Axel Heimken/dpaDie Hoffnung auf einen Durchbruch im seit elf Jahren ungeklärten Vermisstenfall Linnemann hat sich zerschlagen. Knochenfunde bei Neumünster stammen nicht von dem verschwundenen Studenten, sondern von Tieren. Doch aufgeben will die Cold-Case-Unit nicht.Sie galten als neue heiße Spur im Fall des seit elf Jahren in Schleswig-Holstein vermissten Studenten Horst Georg Linnemann. Doch jetzt ist klar: Die vor wenigen Wochen im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster gefundenen Knochen stammen nicht von dem jungen Mann, dessen Leiche die Ermittler seit 2015 suchen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel. Zuvor hatte der „NDR“ berichtet. Möglicherweise könnten es Schlachtabfälle sein, die im Gehölz deponiert wurden, erklärte der Sprecher. Die Ermittlungen würden fortgeführt und weitere Spuren abgearbeitet. Weitere Details konnten aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gegeben werden. Lesen Sie auchBereits im Februar hatten Einsatzkräfte in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster mehrere Tage lang erfolglos nach dem Leichnam des Studenten gesucht. Dabei waren auch Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen. Überprüft wurden zudem ehemalige Baugruben an der Bundesstraße 4, die zum Zeitpunkt des Verschwindens offen waren. Diese Suchmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Die Cold-Case-Unit ermittelt nach Abschluss der Suche weiter zum Verschwinden eines damals 28 Jahre alten Maschinenbau-Studenten aus Neumünster im Dezember 2014. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden.Polizei geht von einem Tötungsdelikt ausDer junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Sein Auto wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von dem jungen Mann genutzt worden war. Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten.lno/juve
Fall Linnemann: Gefundene Knochen stammen nicht von vermisstem Studenten – vermutlich sind es Schlachtabfälle - WELT
Die Hoffnung auf einen Durchbruch im seit elf Jahren ungeklärten Vermisstenfall Linnemann hat sich zerschlagen. Knochenfunde bei Neumünster stammen nicht von dem verschwundenen Studenten, sondern von Tieren. Doch aufgeben will die Cold-Case-Unit nicht.






