PfadnavigationHomeSportFußballRollen-DebatteDifferenzen zu Nagelsmann? „Wir haben alles geklärt“, sagt UndavVeröffentlicht am 05.04.2026Lesedauer: 3 MinutenDeniz Undav ist Deutschlands bester Stürmer – bei Julian Nagelsmann aber nur EinwechselspielerQuelle: Tom Weller/dpaDeniz Undavs Jokerrolle war das dominierende Thema rund um die deutschen Länderspiele. Nun äußert sich der Stürmer zu seinem Verhältnis zu Julian Nagelsmann. Zwei Experten üben neue Kritik am Bundestrainer.Nationalspieler Deniz Undav vom VfB Stuttgart sieht nach den Diskussionen um seine Rolle in der DFB-Auswahl keine Differenzen mit Bundestrainer Julian Nagelsmann. Der eingewechselte Undav hatte beim 2:1 im WM-Test am Montag gegen Ghana das späte Siegtor erzielt, Nagelsmann bezeichnete es danach dennoch als eher unwahrscheinlich, dass sich an der geplanten Jokerrolle des Stürmers bei der WM im Sommer etwas ändert. Außerdem bescheinigte Nagelsmann seinem Schützling, bis zum Tor kein gutes Spiel gemacht zu haben. „Ich habe mit dem Bundestrainer am Tag danach telefoniert. Wir haben alles geklärt“, sagte Undav jetzt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF nach dem 0:2 im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund. „Ich versuche, alles zu geben für die WM, dass ich dort dabei sein darf. Wir sind eine Einheit, wir sind ein Land, ob ich eine Minute spiele oder 90 Minuten – ich werde immer alles geben und versuche, der Mannschaft zu helfen“, fügte der 29-Jährige hinzu.Das wisse der Bundestrainer, sagte Undav. Er versuche, seine Leistung zu bringen, um sich für den Kader bei der WM ab dem 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko zu bewerben. „Ich bin entspannt, ich weiß das einzuordnen, deswegen ist alles gut zwischen Herrn Nagelsmann und mir“, sagte Undav.Kritik an Nagelsmann von EffenbergDie Haltung des Bundestrainers hatte diesem auch Kritik eingebracht, so unter anderem von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg. „Damit macht sich Nagelsmann völlig ohne Not angreifbar, wenn er es ausgerechnet in wichtigen Personalfragen an Einsicht und Flexibilität vermissen lässt. Das war ein Fehler“, schrieb Effenberg in seiner Kolumne für „t-online“. Im „Doppelpass“ von Sport1 erneuerte Effenberg am Sonntag seine Kritik. Nagelsmanns Kommunikation sei für ihn „irritierend“, meinte der 35-malige Nationalspieler: „So kannst du über einen Topstürmer nicht reden.“ Und generell über keinen Spieler aus dem eigenen Team. Nagelsmann habe sich damit selbst unter Druck gesetzt und auch dem Spieler keinen Gefallen getan, sagte Effenberg: „Du sägst ja im Endeffekt einen Undav weg.“Lesen Sie auchKritik gab es in der Sendung auch von Ex-Europameister Markus Babbel: „Ich kenne keinen Bundestrainer in der Vergangenheit, der seine eigenen Spieler so schlechtredet. Das ist für mich ein absolutes Novum.“ Und weiter: „Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal einen Bundestrainer gab, der öffentlich einen Spieler so an die Wand nagelt.“Lesen Sie auchVfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte sich unmittelbar vor dem Spiel gegen Dortmund nicht inhaltlich zu dem Thema äußern wollen. Es täte allen gut, wenn das Thema nun zur Ruhe komme, hatte Hoeneß bereits zuvor betont.dpa/luwi
DFB: Differenzen zu Julian Nagelsmann? „Wir haben alles geklärt“, Deniz Undav - WELT
Deniz Undavs Jokerrolle war das dominierende Thema rund um die deutschen Länderspiele. Nun äußert sich der Stürmer zu seinem Verhältnis zu Julian Nagelsmann. Zwei Experten üben neue Kritik am Bundestrainer.








