PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBlock-Prozess„Unmengen von Tüten“ – was eine Nachbarin beobachtet haben willVeröffentlicht am 02.04.2026Lesedauer: 3 MinutenChristina Block und ihr Anwalt Ingo Bott zu Beginn des Prozesstages am DienstagQuelle: AFP/MARCUS BRANDTWas hat eine Nachbarin von Christina Block beobachtet? Die Zeugin im Prozess berichtet auf Antrag des Anwalts von Blocks Ex-Mann ihre Eindrücke – und schildert auch, wie Sohn Theo wenigstens einmal behandelt worden sein soll.Im Hamburger Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block hat eine Nachbarin der Mutter ihre Beobachtungen vor der Silvesternacht 2023/24 geschildert. Einen Tag vor der Tat habe sie beobachtet, wie „Unmengen von Tüten“ in Blocks Wohnhaus geschleppt worden seien, berichtete die Zeugin. Sonst würden nicht so viele Supermarkttüten gebracht. Sie habe gedacht, da werde wohl eine große Party stattfinden – doch am nächsten Tag sei das Haus dunkel gewesen.Nach Angaben von Nebenklagevertreter Philip von der Meden hatte sich die Nachbarin bei ihm gemeldet, woraufhin er beantragt habe, sie als Zeugin zu hören. Von der Meden vertritt Blocks Ex-Mann Stephan Hensel, der in dem Verfahren Nebenkläger ist. Der Anwalt erklärte anschließend, die Zeugenaussage untermauere: „Frau Block wusste, dass die Entführung ansteht.“ Die Verteidigung verneinte dies.Christina Block (52) soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben.Lesen Sie auchDie Nachbarin, die nach eigenen Angaben den Kindern „eine Stimme“ geben wolle, schilderte auch eine frühere Beobachtung. Demnach hätte sie Blocks Sohn Theo in jungen Jahren – er sei noch nicht schulpflichtig gewesen – einmal ohne Schuhe im Regen vor der Tür stehen sehen: „Da stand der Sohn draußen im Regen ohne Schuhe in der Einfahrt und weinte fürchterlich. Nach zehn Minuten habe ich meine Tochter geschickt, sie möge zu Frau Block gehen und klingeln, damit er rein kann.“ Aber ihre Tochter habe die Antwort von Frau Block bekommen, dass der Sohn genau wisse, warum er da draußen stehe. Christina Block sagte, dass sie mit der Frau, die in „erheblicher Distanz“ von ihr wohne, noch nie gesprochen habe. „Ich finde es spannend, dass diese Zeugin so aus dem Hut gezaubert wurde von der Nebenklage – vielleicht für eine Schlagzeile. Befremdlich finde ich, dass ich anscheinend intensiv beobachtet werde“, sagt sie. Wenn es diese Szene mit dem Sohn im Regen vor der Haustür gegeben hätte, hätte sich dieser unter das Vordach gestellt. „Niemals hätte ich meinen Sohn allein im Regen stehen lassen, das ist absurd.“Kriminalbeamter über die EntführungsnachtNach einer Pause ging es in dem Prozess auch um die weitere Vernehmung der israelischen Zeugen, die derzeit wegen der Lage in Nahost nicht einreisen können. Eine Videobefragung in der deutschen Botschaft konnte bisher nicht organisiert werden, so die Vorsitzende Richterin. Die Lage sei sehr schwierig. Im weiteren Verlauf des Prozesstages kam noch ein Kriminalbeamter in den Zeugenstand, der über seinen Kontakt zu Vater Stephan Hensel in der Entführungsnacht beziehungsweise am Morgen danach sprach. Hensel sei es gewesen, der eine Rückholaktion durch die Mutter anführte; man hätte zuvor auch eine klassische Entführung mit Lösegeldforderung in Erwägung gezogen.jlau
Block-Prozess: „Unmengen von Tüten“ – was eine Nachbarin beobachtet haben will - WELT
Was hat eine Nachbarin von Christina Block beobachtet? Die Zeugin im Prozess berichtet auf Antrag des Anwalts von Blocks Ex-Mann ihre Eindrücke – und schildert auch, wie Sohn Theo wenigstens einmal behandelt worden sein soll.






