PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsAns eisige Ende der WeltIm Ineos Grenadier auf dem Dalton Highway Veröffentlicht am 31.03.2026Lesedauer: 7 MinutenWer hier auf die Alaska Route 11 einbiegt, verlässt nicht nur die Stadt, sondern die ZivilisationQuelle: Benjamin Bessinger/SP-XFür die Iceroad-Truckers ist er Alltag, doch für Touristen ein eisiges Abenteuer. Denn nirgendwo zeigt Dir der Winter eine kältere Schulter als auf dem Weg nach Prudhoe Bay in Alaska. Gut, wenn Dein SUV da ein Werkzeug ist und kein Spielzeug. SP-X/Fairbanks/Alaska/USA. Es beginnt mit einem unscheinbaren Abzweig nördlich von Fairbanks. Ein Schild warnt vor 400 Meilen ohne Versorgung, ohne Mobilfunk, ohne Garantie, dass im Notfall schnell Hilfe kommt. Wer hier auf die Alaska Route 11 einbiegt, verlässt nicht nur die Stadt, sondern die Zivilisation, ja ganz Amerika. Er wagt stattdessen hinein in eine der extremsten Landschaften, die der Kontinent zu bieten hat: Eisig, einsam, unwirtlich, so etwas wie der Mars auf Erden. 800 Kilometer sind es von hier aus bis Deadhorse an der Prudhoe Bay – im Sommer eine Herausforderung, im Winter ein Wagnis.
Gebaut wurde dieser Dalton Highway der 1970er-Jahre, nachdem die Amerikaner 1968 an der Beaufortsee das größte Ölfeld auf dem Kontinent entdeckt haben. Um das Rohöl aus der arktischen Wildnis in den eisfreien Süden zu bringen, entstand die Trans-Alaska-Pipeline. Parallel zu dieser 1.300 Kilometer langen Lebensader wurde eine Versorgungsstraße gebaut – zunächst nur für Baukolonnen und Wartungstrupps. Erst ab den 1980er-Jahren öffnete man Teilstücke für die Öffentlichkeit, seit 1994 ist die gesamte Strecke bis Deadhorse offiziell befahrbar. Doch die meisten Menschen kennen sie nur aus dem Fernsehen: als Bühne der „Ice Road Trucker“, die hier bei minus 40 Grad ihre Lastzüge durch die Schneestürme prügeln.






