PfadnavigationHomeICONISTFitness & WellnessArtikeltyp:MeinungAnti-AgingDas beste Rezept gegen Hautalterung steckt nicht in PflegeproduktenVeröffentlicht am 20.04.2026Lesedauer: 2 MinutenAls Inhaltsstoff in Cremes und Seren sollen Peptide die Haut straffen, ihre Elastizität verbessern und Falten mindernQuelle: Getty Images/Tetra images RF/Cultura CreativeRetinol spaltet die Beauty-Welt. Doch während sich alle über den Wirkstoff aufregen, experimentieren andere längst mit Peptid-Injektionen. Ein Blick auf einen Trend, der weit über Cremes hinausgeht – und echte Risiken birgt.V or circa zwei Wochen haben sich auf Instagram viele Menschen mal wieder über etwas aufgeregt. Nicht über die allgemeine Weltlage, sondern über die Tatsache, dass Dr. Barbara Sturm kein Fan von Retinol ist, einem gefeierten Anti-Aging-Inhaltsstoff, der die Zellerneuerung anregt. Er macht die Haut allerdings auch empfindlicher, zum Beispiel gegen Sonnenlicht.Das hat die deutsche Ärztin und Kosmetikunternehmerin schon in mehreren Interviews gesagt, und zuletzt auch wieder dem „Wall Street Journal“. Retinol schädige auf lange Sicht das Mikrobiom der Haut, verursache Entzündungen, mache die Haut „dünner“. Hui, was haben sich die Insta-Dermatologinnen daraufhin die Finger heiß getippt. Aber die wissenschaftliche Forschung sage doch was anderes, hieß es. Und Sturm sei ja nicht mal Dermatologin, sondern Orthopädin! Lesen Sie auchSchlimm. Aber, ich finde, nicht so schlimm, wie manch andere Dinge, die gerade so passieren, auch im Kosmetik- und Wellnessbereich. Das heißeste Ding ist dort nämlich nicht Retinol, sondern sind Peptide: Verbindungen aus Aminosäuren, die bestimmte positive Prozesse im Körper anregen sollen. Peptide können die Kollagenproduktion anregen, sie können entzündungshemmend wirken, sie werden in Medikamenten zur Behandlung von Krebs oder Diabetes eingesetzt. Doch manche Menschen beschaffen sich nicht zugelassene Peptid-Cocktails und spritzen sie in den Körper. Eine sogenannte Biohacker-Bewegung aus den USA nimmt das Risiko gerne in Kauf, der „Guardian“ schrieb schon vom „Peptid-Wahnsinn“, der die USA erfasst habe. In Las Vegas kamen bei einem Longevity-Festival zwei Frauen fast ums Leben, nachdem sie Peptid-Injektionen erhalten hatten (welche genau, ist nicht bekannt). Lesen Sie auchSind Peptide also noch gefährlicher als Retinol? Entwarnung. In Hautpflegeprodukten, die man äußerlich aufträgt, ergeben sie wohl Sinn; es gibt Peptid-Pflegeprodukte von Firmen wie Drunk Elephant, The Ordinary und neuerdings auch ein Peptid-Serum von Dr. Barbara Sturm. Es soll die Festigkeit und Elastizität der Haut fördern und Falten reduzieren. Was vermutlich mindestens so effektiv wirkt gegen Hautalterung: sich etwas weniger aufzuregen.