PfadnavigationHomePanoramaVorwürfe der digitalen GewaltSpanische Staatsanwaltschaft überträgt Verfahren gegen Christian Ulmen nach DeutschlandVeröffentlicht am 30.03.2026Lesedauer: 2 MinutenCollien Fernandes' Anzeige gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen wird voraussichtlich doch nicht in Spanien verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Palma de Mallorca hat die Übertragung des Falls an die deutschen Behörden beantragt.Die Staatsanwaltschaft Palma de Mallorca sieht sich für die von Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe gegen Christian Ulmen nicht zuständig und beantragt die Übertragung an deutsche Behörden. Nur ein 2023 in Spanien verhandelter Vorfall wurde bereits eingestellt.Die spanische Staatsanwaltschaft auf Palma de Mallorca hat die Zuständigkeit der Gerichte in Spanien für die von Collien Fernandes angezeigten Sachverhalte infrage gestellt und deren Übertragung an deutsche Behörden beantragt. Das teilten die Anwälte von Christian Ulmen, Schertz Bergmann Rechtsanwälte, in einer Pressemitteilung mit.„Die spanische Staatsanwaltschaft kommt insofern zu dem klaren Ergebnis, dass sie für keinen der von der Anzeige erfassten Sachverhalte zuständig ist“, heißt es darin. Demnach falle nur ein Vorfall, der sich im Jahr 2023 in Palma ereignet haben soll und mit der Festnahme beider Ehegatten endete, in den Zuständigkeitsbereich von Spanien. Dieses Verfahren sei bereits durch das zuständige Gericht eingestellt worden, betonen die Anwälte.Weitere zur Anzeige gebrachten Sachverhalte, die angeblich in Spanien geschehen seien, bescheinige die Staatsanwaltschaft bereits keinerlei hinreichende strafrechtliche Relevanz. „Die verbleibenden unterstellten Sachverhalte fallen ihrer Ansicht nach ausschließlich in die Zuständigkeit deutscher Behörden“, heißt es in der Mitteilung.Lesen Sie auchFernandes hatte Ende vergangenen Jahres in Palma Anzeige gegen Ulmen erstattet. Die von ihr erhobenen Vorwürfe lauten nach Angaben einer Sprecherin des spanischen Gerichts auf Identitätsdiebstahl, Geheimnisverrat, öffentliche Verleumdung, wiederholte Misshandlung und schwere Bedrohung.Vorausgegangen war ein „Spiegel“-Bericht, in dem Fernandes schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben hatte. Sie wirft Ulmen darin vor, täuschend echt aussehende Fake-Profile von ihr auf Social Media erstellt und darüber „hunderte“ Männer kontaktiert zu haben. Dabei soll er sich als Fernandes ausgegeben und mit einigen Männern sexuelle Gespräche geführt und erotische Bilder und Videos an sie verschickt haben, die den Eindruck erweckten, es handle sich um Aufnahmen von Fernandes.Lesen Sie auchFür Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an.jra/ceb mit dpa