PfadnavigationHomeSportFußballWMWM-Qualifikation„Spürte das ganze Land auf meinen Schultern“ – Italien atmet vorerst aufVeröffentlicht am 27.03.2026Lesedauer: 3 MinutenItalien darf weiterhin auf die WM-Teilnahme hoffen. Im Playoff-Halbfinale hat sich das Team von Nationaltrainer Gennaro Gattuso gegen Nordirland mit 2:0 durchgesetzt. Jetzt kommt es zum Showdown im Finale gegen Bosnien und Herzegowina.Italien kann vorerst aufatmen. Nach dem Erfolg über Nordirland fehlt dem viermaligen Weltmeister nur noch ein Sieg für das WM-Ticket im Sommer. Der Druck nach zwei verpassten WM-Teilnahmen in Folge ist groß.Wie groß der Druck ist, hatte er am Abend vor dem Spiel in Worte gefasst. „Ich trage Italien auf meinen Schultern“, sagte Gennaro Gattuso. Immerhin ist es dem Nationalcoach gelungen, mit dem Nationalteam die erste Hürde in den Play-offs zur Fußball-WM zu nehmen. Die Erleichterung im Land des Weltmeisters von 1934, 1938, 1982 und 2006 ist groß.„Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist“, sagte Mittelfeldspieler Sandro Tonali nach dem 2:0 (0:0) gegen Nordirland. Durch den Erfolg zog Italien ins Finale ein, das am Dienstag in Bosnien steigt.Sowohl 2018 als auch 2022 mussten die Italiener bei der WM zuschauen, weil sie in den Play-offs gescheitert waren. Auch gegen die Nordiren taten sie sich zunächst schwer. „Wir waren nervös und ängstlich“, räumte Tonali ein. Der Profi von Newcastle United traf zum 1:0 (56. Minute), Fiorentina-Stürmer Moise Kean (80.) ließ das Team und die Zuschauer mit dem zweiten Tor – auf Vorlage von Tonali – aufatmen. „Wir haben uns von allem befreit“, betonte Tonali.Und nun gegen die Bosnier um Edin Dzeko „Amerika, wir sehen dich. Noch ein wenig klein, noch in der Ferne, aber du bist am Horizont erschienen“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“ pathetisch. Am Spieltag hatte die Zeitung Fotos von jugendlichen Fans und Kindern auf ihrer Titelseite, um zu zeigen, dass sie noch nie Italien bei einer Weltmeisterschaft gesehen haben. „Wir haben diese enorme Verantwortung gegenüber den Kindern gespürt“, räumte Juventus-Routinier Manuel Locatelli ein. Stürmer Kean schilderte: „Nach meinem Tor habe ich das ganze Land auf meinen Schultern gespürt.“Nun müsse man demütig bleiben, hieß es nach dem Sieg von Bergamo. Im Playoff-Finale am Dienstag (20.45 Uhr) in der bosnischen Stadt Zenica werde man „mindestens 90 Minuten durch das Feuer gehen müssen“, sagte Coach Gattuso. Die Gastgeber um Altmeister und Schalke-Stürmer Edin Dzeko sind heiß auf die Sensation gegen die „Azzurri“. Die Bosnier hatten sich in ihrem Playoff-Halbfinale im Elfmeterschießen auswärts gegen Wales durchgesetzt.Lesen Sie auchIm italienischen Sender Rai war übrigens zu sehen, wie italienische Spieler die Schlussphase jenes Matches verfolgten und sich jubelnd vom Handy-Bildschirm wegdrehten, als das Spiel vorbei war. Ganz offensichtlich sehen sie ihre Chance gegen die Bosnier höher als gegen Wales. Dem TV-Experten Daniele Adani fiel dies in der Live-Sendung sofort auf, er war überhaupt nicht glücklich darüber. „Wir wollten sie doch gar nicht zeigen, und jetzt sehen wir sie beim Jubeln...“, haderte er: „Wir müssen am Dienstag jubeln.“ Da will Italien eine dritte Blamage nach 2018 gegen Schweden und 2022 gegen Nordmazedonien unbedingt vermeiden.LaGa mit dpa