PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHamburgs Wohnungsbündnis startet neue Runde bis 2030Veröffentlicht am 18.03.2026Lesedauer: 4 MinutenDas Hamburger Bündnis für das Wohnen geht in seine vierte Runde und soll sich bis 2030 um möglichst bezahlbare Wohnungen kümmern. (Symbolbild)Quelle: Christian Charisius/dpa110.000 neue Wohnungen in 15 Jahren – doch Hamburgs Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Was bringt die neue Bündnis-Runde für Mieter und Wohnungssuchende wirklich?Hamburgs Bündnis für das Wohnen zum Bau möglichst vieler bezahlbarer Wohnungen geht in die vierte Runde. Vertreter von Senat, Bezirken und der Wohnungswirtschaft unterzeichneten im Rathaus eine entsprechende Vereinbarung für die bis 2030 laufende 23. Legislaturperiode. Erstmals fand sich das Bündnis 2011 zusammen. Ihm gehören vier Behörden, alle sieben Bezirksämter, vier Verbände der Wohnungswirtschaft sowie die städtische Wohnungsgesellschaft Saga an. Mietervereine sollen partnerschaftlich beraten.110.000 neue Wohnungen in 15 JahrenBürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nannte die bisherige Arbeit des Bündnisses einen großartigen Erfolg. So wurden nach Angaben der Stadtentwicklungsbehörde in den vergangenen 15 Jahren in Hamburg rund 145.000 Wohnungen genehmigt und mehr als 110.000 neue Wohnungen, darunter mehr als 30.000 Sozialwohnungen, fertiggestellt. Das seien rund zehn Prozent aller Wohnungen, sagte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD).Aus Sicht der Behörde hat das auch positive Folgen auf die Miethöhe in der Stadt, die dem jüngsten Mietenspiegel zufolge im Mittel bei 9,94 Euro pro Quadratmeter kalt liegt. Das sei teils deutlich niedriger als in anderen Metropolen. Allerdings sind die Statistiken schwer vergleichbar, da Hamburg im Mietenspiegel bei der Miethöhe den Median und nicht wie andere Städte den Durchschnitt ermittelt. Beim Median sind 50 Prozent der Wohnungen teurer und 50 Prozent günstiger.Bis 2010 weniger als 4.000 Baugenehmigungen pro JahrBis 2010 seien pro Jahr weniger als 4.000 Baugenehmigungen erteilt worden, sagte Tschentscher. Das sei viel zu wenig. «Es ist nicht auszudenken, wie sich die Mietsteigerungen in den letzten Jahren entwickelt hätten, wie die Wohnungslage in Hamburg sich dramatisch entwickelt hätte, wenn wir auf diesem Niveau die Dinge hätten laufenlassen.» So sei 2011 - damals übernahm die SPD die Regierungsgeschäfte von der CDU - das erste Bündnis für das Wohnen geschmiedet und die Zahl der erteilten Baugenehmigungen schrittweise auf bis zu 10.000 pro Jahr angehoben worden.