PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Wir liefern eine Bewertung, keine Prognose“Fragen an Hartmut Abeln, CEO TÜV Nord Mobilität Veröffentlicht am 17.03.2026Lesedauer: 2 MinutenHartmut Abeln, CEO TÜV Nord MobilitätQuelle: TÜV NordDer TÜV Nord erweitert sein Prüfportfolio um die Auswertung des Batteriezustands bei Elektroautos. Mobilitäts-Experte Hartmut Abeln erklärt, warum das Thema jetzt an Bedeutung gewinnt, welche Rolle die Dienstleistung künftig spielen könnte und wo die Grenzen der Bewertung liegen. SP-X/Nürburgring. Mit dem sogenannten State of Health (SoH) lässt sich der Gesundheitszustand einer Hochvoltbatterie standardisiert erfassen. Für Käufer und Verkäufer gebrauchter Elektroautos wird das zunehmend relevant, denn noch ist das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer gebrauchter Stromer nicht allzu hoch.
Frage: Bei der Hauptuntersuchung wird bisher der technische Zustand geprüft. Mit der Batterieanalyse geht der TÜV Nord jetzt deutlich tiefer ins Fahrzeug hinein. Wird sie künftig Teil der Hauptuntersuchung?
A: Ganz neu ist der Ansatz nicht. Das Auslesen von Fahrzeugdaten und das Erkennen von Fehlern in Steuergeräten gehört bereits seit über zehn Jahren zur Hauptuntersuchung. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter, indem wir den inneren Zustand der Batterie betrachten. Sie rückt in den Fokus, weil sie das zentrale Bauteil im Elektroauto ist. Fahrzeuge haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Sie bestehen heute zu großen Teilen aus Elektronik und Software. Deshalb ist es nur konsequent, dass sich auch die Prüfdienstleistungen weiterentwickeln. Perspektivisch erwarten wir, dass die Batterieprüfung auch in die Fahrzeugüberwachung einfließt. Aktuell setzen wir sie aber nur im freiwirtschaftlichen Bereich ein, etwa bei Fahrzeugbewertungen, Rücknahmen oder im Gebrauchtwagenhandel, wo der Batteriezustand entscheidend ist.







