PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolineWirtschaft (DPA)«China-Schock» trifft vor allem die AutoindustrieVeröffentlicht am 24.02.2026Lesedauer: 2 MinutenDie deutschen Autohersteller haben zuletzt deutlich an Absatz in China verloren. Als Grund gilt neben den hochsubventionierten neuen lokalen E-Auto-Marken auch eine neue Luxussteuer auf teure Autos, die vor allem deutsche Marken trifft. (Archivbild)Quelle: Lars Penning/dpaChinesische Produkte fluten den deutschen Markt, während die Ausfuhren «Made in Germany» nach China einbrechen. Druck spürt besonders die Autoindustrie - aber das ist nicht die einzige Branche.Schrumpfende Ausfuhren, steigende Importe: Im Handel mit China sieht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die deutsche Industrie gleich von zwei Seiten unter Druck. «Exportseitig geht an China hängende Wertschöpfung verloren», heißt es in einer Analyse des arbeitgebernahe Instituts mit Sitz in Köln. «Und importseitig steigt der Konkurrenzdruck durch chinesische Produkte, was nicht nur die Exportfirmen trifft, sondern die Industrie in der Breite.» Besonders betroffen sei die Autoindustrie, aber auch der Maschinenbau als inzwischen wichtigste Branche beim China-Export.Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 81,3 Milliarden Euro nach China geliefert. Das waren 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zugleich importierte Deutschland 8,8 Prozent mehr Waren aus chinesischer Produktion in einem Gesamtvolumen von 170,6 Milliarden Euro.Unfairer Wettbewerb?Die «problematische Divergenz zwischen Exporteinbruch und Importzuwachs» schlage sich auch im daraus resultierenden Rekord-Handelsbilanzdefizit von knapp 90 Milliarden Euro nieder, ordnet IW-Forscher Jürgen Matthes ein. «Offensichtlich sind chinesische Waren relativ zu deutschen viel zu billig. Das liegt auch an massiven Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen und eine unterbewertete Währung, wie selbst der Internationale Währungsfonds (IWF) kritisiert», schreibt Matthes. Chinas Export-Hits waren nach Angaben des Bundesamtes im vergangenen Jahr Elektronik, Optik und Maschinen.Exporteinbruch in der AutoindustrieEine Branche trifft der «China-Schock», wie IW-Forscher Matthes es nennt, besonders hart: die Automobilindustrie. Sie ist für mehr als drei Viertel des gesamten deutschen Exportrückgangs im Geschäft mit China verantwortlich. «Verglichen mit dem Jahr 2022, als die Ausfuhren von Autos und Autoteilen auf ihrem historischen Höchststand noch fast 30 Milliarden Euro ausmachten,