PfadnavigationHomeICONISTServiceStreaming-TippsLiebe auf dem Eis, Macht im Norden, Öl in der Heide – Sechs Serien, die sich lohnenVeröffentlicht am 31.03.2026Lesedauer: 5 MinutenDerzeit heiß diskutiert: Das Eishockey-Drama „Heated Rivalry“ Quelle: Sabrina Lantos/HBO Max/dpaZwei Eishockeystars werden zu Rivalen und Liebhabern, Jugendfreunde kämpfen gegen ein Schattenwesen, eine Außenministerin ringt um Grönland. Ritter ziehen ohne Drachen in den Kampf, Mütter meistern den Alltag und in der Heide sprudelt Öl. Sechs aktuelle Serienhighlights.„Heated Rivalry“Ohne Zweifel war die kanadische Serie „Heated Rivalry“ eines der meistdiskutierten Pop-Phänomene der letzten Wochen. Zwei Eishockeyspieler, gespielt von den Shootingstars Connor Storrie und Hudson Williams, die als Sportler erbitterte Konkurrenten sind – und, wenn die Trikots fallen, Liebhaber. Auf Basis der Bestseller von Rachel Reid wird diese Geschichte mit sehr viel nackter Haut erzählt. Wer also die ziemlich expliziten Liebesszenen zweier Männer nicht sehen mag, wird an dieser sechsteiligen Serie wenig Freude haben. In der zu Recht gelobten fünften Episode schwingt sie sich zu einer emotionalen Kraft auf, die man so kaum noch erwartet hätte. Tränen (fast) garantiert. Adriano SackIm Streaming auf HBO Max Lesen Sie auch„Stranger Things“ – Staffel 5Es wird düster – das haben die Duffer Brothers bereits vor der Veröffentlichung der finalen Staffel von „Stranger Things“ angekündigt. Zu viel versprochen ist das nicht. Eine Gruppe fantasybegeisterter Jugendlicher, ein Mädchen mit übernatürlichen Kräften und ein dämonisches Schattenwesen, das die Kleinstadtidylle zerstört: Herausgekommen ist eine fesselnde Serie, die vor allem durch ihren 80er-Jahre-Charme überzeugt – inklusive Dauerwellen, Mustermix und passendem Soundtrack. In der fünften Staffel der Netflix-Produktion treten Mike Wheeler und seine Freunde, die man über Jahre beim Erwachsenwerden begleitet hat, zu ihrem finalen Kampf gegen Vecna an. Er lebt von Angst und bedroht erneut die Stadt Hawkins. Auch wenn das Ende nicht jeden überzeugt hat, besitzt die Staffel dennoch ein enormes Suchtpotenzial. Für viele ist sie nicht nur das Finale einer Serie, sondern auch der Abschluss eines Stücks Kindheit. Sarah BachmannIm Streaming auf Netflix „Borgen – Macht und Ruhm“Durch die offenbar ernst gemeinten Ambitionen von US-Präsident Trump, sich Grönland unter den Nagel zu reißen, hat die vierte und letzte Staffel der dänischen Politserie „Borgen“, die bereits Anfang 2022 erschienen ist, mit einem Mal an Aktualität und Brisanz gewonnen. Auch in der Fiktion geht es um Geopolitik und Gier: Auf der Arktisinsel werden riesige Öl- und Gasvorkommen entdeckt, was die Begehrlichkeiten russischer Oligarchen, chinesischer Ölkonzerne und amerikanischer Geheimdienste weckt. In ihrer neuen Funktion als Außenministerin will die frühere dänische Ministerpräsidentin Brigitte Nyborg die Erschließung der Vorkommen aus Gründen des Klimaschutzes verhindern, hat dabei jedoch nicht alle Grönländer auf ihrer Seite. Die Serie zeichnet ein ebenso präzises wie einfühlsames Bild einer Nation, die in die Mühlen der Weltpolitik gerät und abwägen muss zwischen der Verbundenheit zur Natur, individuellen wirtschaftlichen Interessen und dem Streben nach Selbstbestimmung. Am Ende bleibt der Eindruck, dass dieses Volk es nicht verdient hat, ein zweites Mal kolonisiert zu werden. Heiko ZwirnerIm Streaming auf Netflix„A Knight of the Seven Kingdoms“Auf Spezialeffekte wie die computeranimierten, feuerspeienden Drachen, die in der Fantasy-Saga „Game of Thrones“ – kurz GoT – in spektakulären Aufnahmen Heere, Städte und Flotten zerstören, wartet man in der neuen Prequel-Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“ bei HBO Max vergeblich. Das ist aber kein Manko. Dafür bietet sie viele irre Charaktere, witzige Dialoge und am Ende epische Ritterkämpfe. Weniger ist in diesem Fall mehr.Die neue sechsteilige Reihe erzählt eine vergleichsweise kleine, fast intime Geschichte: Rund 90 Jahre vor den Ereignissen von „GoT“ zieht der mittellose Heckenritter Ser Duncan mit dem kahlköpfigen Egg durch das von Bestsellerautor George R. R. Martin erschaffene Fantasiereich Westeros – ohne zu wissen, dass sein Knappe eines Tages als König Aegon Targaryen den Eisernen Thron besteigen wird. Für Nerds: Egg ist also der Ur-Ur-Großvater der platinblonden Mutter der Drachen aus „GoT“, eine Rolle, die Emilia Clarke zum Weltstar gemacht hat.Lesen Sie auchAls Duncan eine junge Frau gegen die brutalen Übergriffe des sadistischen Prinzen Aerion Targaryen (der ältere Bruder von Egg) verteidigt, wird er deshalb des Hochverrats angeklagt, was schließlich zu einem „Trial of Seven“ führt – einem archaischen Gruppenkampf, bei dem jeweils sieben Ritter gegeneinander antreten und über Schuld oder Unschuld entscheiden. Ein großartig inszeniertes Gemetzel mit Kunstblut, Schweiß und stinkenden Rittern, das Duncan arg zerbeult und durchstochen überlebt. Eine zweite Staffel ist bereits in Planung. Martin ScholzIm Stream bei HBO Max„Motherland“Es kann schrecklich anstrengend sein: Kinder, Beruf, Haushalt, Beziehung – und das alles möglichst noch im perfekten Outfit und frisch frisiert. Die britische Sitcom-Serie „Motherland“, in der eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Müttern von der Karrierefrau bis zur lebensfrohen Chaotin den ganzen Wahnsinn von hektischen Schulabholungen, Mobbing, Sportveranstaltungen und vergessenen Hausaufgaben auf erfrischend bissige Art auslebt und auf die Schippe nimmt. Mütter – und Väter – sind eben auch nur Menschen mit Ehrgeiz und Missgunst, gefangen im Wettbewerb, den besten Nachwuchs hervorzubringen. Es kann ungemein befreiend sein, das mit Humor zu nehmen – und sich vor Augen zu halten, dass alle nur eins wollen: das Beste für die Kinder. Claudia BeckerIm Streaming in der Arte-Mediathek„Schwarzes Gold“Westernatmosphäre in der Lüneburger Heide? Das funktioniert erstaunlich gut in der deutschen Serie „Schwarzes Gold“. Der ARD-Mehrteiler spielt um 1900 und erzählt vom Erdölboom in der Region, von Macht, Gier und dem Konflikt zwischen der Bauerntochter Johanna Lambert und der einflussreichen Familie Pape. Die Bilder zitieren klassische Westernmotive und übertragen sie in eine vertraute Landschaft, die plötzlich fremd und zugleich reizvoll wirkt – und Lust macht, selbst (noch) mal hinzufahren. Gespickt mit Cliffhangern erzählt die Serie ihre Geschichte stellenweise so drastisch, dass man kaum hinsehen möchte. Nicht jede Zuspitzung überzeugt, manches Klischee ist allzu vertraut, doch die Miniserie (sechs Folgen) entwickelt schnell Spannung und animiert zum Dranbleiben. Eine kleine Überraschung ist dabei die hochkarätige Filmmusik – von Hans Zimmer. Sarah BachmannIm Streaming in der ARD-MediathekIn unserem Newsletter, der jeden Freitag erscheint, bekommen Sie die Tipps als allererstes. Hier geht’s zur Anmeldung:as, clb, hz, ms, sba
Streaming-Tipps: „Heated Rivalry“, „Stranger Things“-Finale oder „Motherhood“ - Sechs Empfehlungen - WELT
Vom queeren Eishockey-Drama über das düstere „Stranger Things“-Finale bis zu „Borgen“, Rittern ohne Drachen und Erdöl in der Heide: Unsere aktuellen Serientipps.






