PfadnavigationHomePanoramaMindestens zehn ToteSchüsse an kanadischer Schule – Regierungschef sagt Reise zur Sicherheitskonferenz abVeröffentlicht am 11.02.2026Lesedauer: 4 MinutenBei einem Schusswaffenangriff in der Provinz British Columbia werden mindestens sieben Menschen getötet. In einem nahegelegenen Haus entdeckt die Polizei weitere Tote.An einer Schule im Westen Kanadas fallen Schüsse, es gibt mindestens zehn Tote. Später werden in einem Haus weitere zwei Leichen gefunden. Das Motiv ist unklar. Kanadas Regierungschef Carney reagiert mit Entsetzen und sagt seine Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz ab.Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in der westkanadischen Provinz British Columbia sind mehrere Menschen getötet worden. Die Behörden sprachen von mindestens zehn Toten sowie 27 Verletzten. Zwei weitere Personen seien später tot in einem Haus aufgefunden worden. Ermittler gingen von einer Verbindung zum Vorfall an der Schule aus.Die Schüsse fielen am Dienstag in der Stadt Tumbler Ridge an einer gleichnamigen weiterführenden Schule. Polizeichef Ken Floyd sagte vor Reportern, das Tatmotiv sei unklar. „Wir sind noch nicht in der Lage zu verstehen, warum oder was diese Tragödie möglicherweise motiviert haben könnte.“ Die Polizei untersuche, in welcher Beziehung die Opfer und der mutmaßliche Täter oder die mutmaßliche Täterin zueinander gestanden haben könnten.Nach Informationen des Lokalmediums „Juno News“, das mit dem Onkel gesprochen hat, handelt es sich bei dem Täter um eine Transperson. Die britische „Daily Mail“ sprach indes von einem „Amokläufer in einem Kleid“. In ersten Meldungen der Polizei wurde von einer Frau gesprochen. Beamten bieten sich schreckliche BilderIn einer ersten Reaktion auf die Schüsse seien Beamte in die Schule gelaufen, um festzustellen, von wo die Bedrohung ausgegangen sei, teilte die Polizei mit. Bei der Durchsuchung der Räume seien die Polizisten auf sieben Tote gestoßen. Darunter sei der mutmaßliche Amokläufer gewesen. Er sei einer vermutlich selbst zugefügten Verletzung erlegen. Ein weiteres Opfer sei auf dem Weg in eine Klinik gestorben.Unter mehr als 7 Verletzten waren zwei, die mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Hubschrauber zu einem Krankenhaus geflogen worden seien.Lesen Sie auchDie Bewohner von Tumbler Ridge – eine Stadt mit etwa 2400 Einwohnern – wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Der zuständige Schulbezirk Peace River South School District teilte mit, dass die betroffene Tumbler Ridge Secondary School und die Grundschule abgeriegelt worden seien und ein Protokoll zur Sicherung der Gebäude in Kraft getreten sei.Lesen Sie auch„Wir verstehen, dass einige Leute auf der Suche nach ihren Angehörigen sind, aber bitte, bitte kehren Sie nach Hause zurück und bleiben Sie dort, um sich in Sicherheit zu bringen“, sagte Larry Neufeld, ein Abgeordneter im Parlament von British Columbia, der dort Peace River South vertritt, vor Reportern. Die betroffene Gemeinde erhalte umfangreiche Unterstützung durch die Polizei und Rettungsdienste.Entsetzen nach BluttatDer Regierungschef von British Columbia, David Eby, erklärte: „Unsere Herzen sind heute Abend in Tumbler Ridge bei den Familien derer, die ihre Lieben verloren haben.“ Die Regierung werde in den kommenden Tagen sicherstellen, dass Mitgliedern der Gemeinde alle erdenkliche Unterstützung zuteilwerde. Alle versuchten jetzt, „mit dieser unvorstellbaren Tragödie umzugehen“.Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich angesichts des „schrecklichen Vorfalls zutiefst erschüttert“, erklärte er auf X. „Ich schließe mich den Kanadiern an, die heute mit jenen trauern, deren Leben unwiderruflich verändert wurde, und danke den Ersthelfern für ihren Mut und ihre Selbstlosigkeit, die ihr Leben riskierten, um ihre Mitbürger zu schützen“, schrieb er.Carney hat Medienberichten zufolge seine geplante Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz abgesagt. Laut offiziellen Angaben hatte er eigentlich geplant, am Mittwoch nach Deutschland zu reisen, um an der Sicherheitskonferenz teilzunehmen. Laut dem „Toronto Star“ wurde für Freitag auch eine Rede Carneys zur Eröffnung der Konferenz erwartet. Die Übersee-Reise verschiebe Carney nun vorerst, teilte sein Büro den Medienberichten zufolge mit.„Unsere Fähigkeit, in Krisen zusammenzustehen, ist das Beste an unserem Land – unsere Empathie, unsere Einigkeit und unser Mitgefühl füreinander“, erklärte Carney. Folgenschwerster Amoklauf in Kanada seit 2020Tumbler Ridge liegt mehr als 1000 Kilometer nördlich von Vancouver. Auf der Website der Provinzregierung wird die Tumbler Ridge Secondary School mit 175 Schülern von der siebten bis zur zwölften Klasse aufgeführt. Amokläufe an Schulen sind in Kanada selten.Kanadas Regierung hat nach früheren Schusswaffenvorfällen mit vielen Opfern mit verschärften Maßnahmen für Waffenkontrolle reagiert. Dazu gehört die Ausweitung des Verbots aller Waffen, die als Sturmgewehre eingestuft werden können.Der Vorfall in Tumbler Ridge war der folgenschwerste Amoklauf in Kanada seit 2020. Damals tötete ein Schütze in Nova Scotia 13 Menschen und legte Brände, die weitere neun Menschen das Leben kosteten. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.rct/AP/dpa/jac/jra
Kanada: Schüsse an Schule, mindestens zehn Tote – Regierungschef sagt Reise zu Sicherheitskonferenz ab - WELT
An einer Schule im Westen Kanadas fallen Schüsse, es gibt mindestens zehn Tote. Später werden in einem Haus weitere zwei Leichen gefunden. Das Motiv ist unklar. Kanadas Regierungschef Carney reagiert mit Entsetzen und sagt Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz ab.















