PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastReizdarm – welche Rolle spielen Darm, Hirn und PsycheVeröffentlicht am 11.02.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/dpa Themendienst/Christin KloseViele Betroffene leiden unter Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall – doch eindeutige medizinische Befunde fehlen oft. Was steckt hinter dem Reizdarm-Syndrom und welche Rolle spielen Ernährung, Psyche und Darmflora?Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, wie wir Kugelschreibertinte, Öl oder Rotweinflecke wieder aus unserer Kleidung rausbekommen. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um das Reizdarm-Syndrom – eine funktionelle Darmerkrankung, bei der keine organischen Ursachen nachweisbar sind. Zu Gast ist die Ernährungstherapeutin und Darmexpertin Jana Müller.Das Syndrom äußert sich durch Symptome wie Blähungen, Bauchkrämpfe, wechselnden Stuhlgang oder Unverträglichkeiten. Warnzeichen wie nächtlicher Durchfall oder Blut im Stuhl hingegen deuten auf andere Erkrankungen hin und erfordern eine genauere Abklärung. Die Diagnose Reizdarm gilt als Ausschlussdiagnose – erst wenn andere Ursachen wie Morbus Crohn ausgeschlossen wurden, kann sie gestellt werden.Störung der Darm-Hirn-Achse als SchlüsselfaktorDie Ursachen sind komplex: Eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn – die sogenannte Darm-Hirn-Achse – spielt eine zentrale Rolle. Hinzu kommen Faktoren wie eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit, ein verändertes Mikrobiom oder frühere Infekte. Besonders betroffen sind Frauen, Menschen mit hoher Stressbelastung oder belastenden Lebenserfahrungen.Ein zentrales Thema bei der Behandlung ist die Ernährung. Doch statt immer mehr Lebensmittel wegzulassen, rät Müller zur gezielten Förderung der Darmflora – etwa mit präbiotischen Lebensmitteln wie Haferflocken oder Bananen. Wichtig sei auch, den eigenen Alltag zu reflektieren: Was hat sich vor Beginn der Beschwerden verändert? Welche Stressoren sind präsent?Heilung möglich – aber selten ohne AufwandGute Nachrichten gibt es dennoch: Eine Besserung von bis zu 90 Prozent ist möglich, wenn Betroffene bereit sind, sich mit Lebensstil, Stressmanagement und Ernährung intensiv auseinanderzusetzen. Aber: Es braucht Zeit – oft mehrere Jahre. Und es braucht den Willen, an tieferliegenden Ursachen zu arbeiten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Reizdarm – welche Rolle spielen Darm, Hirn und Psyche - WELT
Viele Betroffene leiden unter Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall – doch eindeutige medizinische Befunde fehlen oft. Was steckt hinter dem Reizdarm-Syndrom und welche Rolle spielen Ernährung, Psyche und Darmflora?






