PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Wir werden nicht jeden überzeugen – aber viele durch Technologie und Lokalisierung.“3 Fragen an Lars Bialkowski, Geschäftsführer BYD Deutschland Veröffentlicht am 06.02.2026Lesedauer: 3 MinutenLars Bialkowski, Geschäftsführer BYD DeutschlandQuelle: BYDBYD-Chef Lars Bialkowski über Wachstumspläne, Kundenvorbehalte, Premium-Marke Denza und ein eigenes Schnellladenetz mit 1000-kW-Flash-Charging. SP-X/Oberjoch. BYD-Chef Lars Bialkowski treibt den Markteintritt der chinesischen E-Auto-Marke in Deutschland mit hohem Tempo voran – vom rasanten Händlernetzaufbau über lokal entwickelte Modelle bis hin zu einer eigenen Premium-Marke. Im Gespräch mit SP-X erklärt er, wie BYD trotz Vorbehalten deutscher Kunden als lokaler Player wahrgenommen werden will, welche Rolle Denza im Konzern spielt und warum ein neues Flash-Charging-Netz an Autobahnen und in Innenstädten zum Gamechanger werden soll.

Frage: Herr Bialkowski, BYD wächst zuletzt enorm, dennoch gibt es Vorbehalte der Kunden, Risiken bei den Restwerten und zuletzt sogar Spekulationen um potenzielle Spionage durch China. Wie passt das zu Ihren Ambitionen in Deutschland?

A: Wir haben vertrieblich erst Mitte 2025 richtig losgelegt und wachsen seitdem Monat für Monat zweistellig. Unser Anspruch ist, als lokaler Anbieter wahrgenommen zu werden – nicht als ferner Importeur. Deshalb investieren wir massiv in ein dichtes Händlernetz mit großen Gruppen und starken lokalen „Heroes“ und entwickeln Fahrzeuge gezielt für Europa und speziell für Deutschland – mit einem deutschen Chefdesigner und klaren Antworten auf typische Nutzungsmuster vom Kombi bis zum Flottenfahrzeug. Natürlich gibt es Vorbehalte gegenüber chinesischen Marken; wir werden nicht jeden überzeugen, aber viele durch Technologie und Lokalisierung. Das Spionage-Narrativ war aus unserer Sicht aus der Luft gegriffen, wir halten uns an alle rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa und Deutschland.