PfadnavigationHomeWirtschaftRazzien in Frankfurt und BerlinBKA durchsucht Gebäude der Deutschen Bank – Verdacht auf GeldwäscheVeröffentlicht am 28.01.2026Lesedauer: 2 MinutenHauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt/MainQuelle: Getty Images/Florian WiegandDie Deutsche Bank steht im Visier von Ermittlungen wegen Geldwäsche. Hintergrund sollen Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Instituten sein. Die Bank hatte deshalb bereits schon öfter Ärger.Razzia bei der Deutschen Bank: Wegen des Verdachts der Geldwäsche durchsucht die Justiz Gebäude des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt und Berlin – und das ausgerechnet am Tag vor der Bilanzvorlage des Dax-Konzerns für 2025. Beschuldigt werden unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. Die Frankfurter Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt/Main führt die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA). Hintergrund sind frühere Geschäftsbeziehungen des Instituts zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen sollen zusätzliche Beweise gesichert werden. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Die Staatsanwaltschaft hat auf WELT-Anfrage die Ermittlungen bestätigt. Lesen Sie auchDie Deutsche Bank soll mehrere geldwäscherechtliche Verdachtsmeldungen verspätet oder nicht abgegeben haben. Geprüft werde, ob das Institut seinen Pflichten zur Geldwäscheprävention sowie den sanktionsrechtlichen Vorgaben in vollem Umfang nachgekommen sei.Nach den geltenden EU-Vorschriften sind Banken verpflichtet, Geschäftsbeziehungen zu sanktionierten Personen unverzüglich zu überprüfen, Vermögenswerte gegebenenfalls einzufrieren und jede auffällige Transaktion sofort zu melden. Auch Umgehungskonstruktionen über Drittfirmen oder Korrespondenzbanken müssen erkannt und angezeigt werden. Verstöße können empfindliche Bußgelder und aufsichtsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.Lesen Sie auchVorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsanzeigen zu spät abzugeben, haben der Deutschen Bank wiederholt Ärger eingebrockt. Ende April 2022 zum Beispiel durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und Bafin die Zentrale der Bank in Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin schickte der Bank zeitweise einen Sonderbeauftragten ins Haus, der Fortschritte beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen sollte. Zu Meldungen, wonach die Ermittlungen im Zusammenhang mit früheren Geschäftsverbindungen der Deutschen Bank zu dem russischen Unternehmer Roman Abramowitsch stehen könnten, sagte dessen Anwalt Joachim Steinhöfel: „In den letzten Tagen haben Medienberichte Herrn Abramowitsch mit Durchsuchungen bei der Deutschen Bank in Verbindung gebracht. Hierbei handelt es sich um rechtswidrige Verdachtsberichterstattung, gegen die wir rechtlich vorgehen. Herr Abramowitsch steht in keinerlei Verbindung zu diesen Durchsuchungen und wird auch nicht strafrechtlich verfolgt.“dpa/rct/kami
Deutsche Bank: Razzien in Frankfurt und Berlin – BKA durchsucht Gebäude – Verdacht auf Geldwäsche - WELT
Die Deutsche Bank steht im Visier von Ermittlungen wegen Geldwäsche. Hintergrund sollen Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Instituten sein. Die Bank hatte deshalb bereits schon öfter Ärger.












