PfadnavigationHomePolitikDeutschlandCSU-Klausurtagung„Einige sind kaum lebensfähig“ – Söder fordert Zusammenlegung von BundesländernVeröffentlicht am 13.01.2026Lesedauer: 2 MinutenMarkus Söder fordert auf der CSU-Winterklausur eine Neuordnung der Bundesländer, da einige kaum noch lebensfähig seien und von Bayern finanziert würden. Er schlägt größere Einheiten und weniger Bundesländer vor, nennt aber keine konkreten Kandidaten. Die Idee stößt auf Widerstand.Die Europa- und die Nationalhymne sollen künftig bei Abschlussfeiern in Bayern verpflichtend gespielt werden. Zudem drängt der bayerische Ministerpräsident bundesweit auf neue Landesgrenzen: Bundesländer, die sich nicht selbst finanzierten, brauche niemand.Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will eine Hymnenpflicht bei Schulabschlussfeiern durchsetzen. Seine Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) und Lehrerverbände finden diese Idee der Jungen Union bisher eher nicht zwingend.Söder sagte jetzt nach Teilnehmerangaben auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz, es sei ihm lieber, die Hymnen zu singen, als viele Stunden darüber zu diskutieren. Die CSU hatte auf ihrem Parteitag im Dezember bereits einstimmig für die Forderung der Jungen Union votiert, bei gesellschaftlichen Anlässen wie der Verleihung von Schul- und Berufsabschlüssen in Deutschland verpflichtend die Nationalhymne und die Europahymne zu spielen. In Bayern soll zudem auch die Bayernhymne erklingen.Bayerns Kultusministerin Stolz hatte aber gebremst: „Wir wollen die Hymnen an unseren Schulen noch ein Stück weit präsenter machen. Wie und auf welchen Wegen möchte ich gerne mit der Schulfamilie diskutieren“, hatte sie im Dezember gesagt. Auch Lehrerverbände hatten verhalten auf die Forderung reagiert.Schon einmal dachte Söder laut über Bremen und das Saarland nachEbenfalls für Aufsehen dürfte ein weiterer Vorstoß von CSU-Chef sorgen. In Banz forderte Söder nämlich auch eine Neuordnung von Bundesländern. Es könne nicht sein, dass einige kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, sagte der bayerische Ministerpräsident nach Teilnehmerangaben auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion. Lesen Sie auch„Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine“, argumentierte Söder, deshalb müsse man „die Bundesländerstruktur mit größeren Einheiten versehen“. Es brauche „weniger Bundesländer, ganz einfach“, sagte der CSU-Vorsitzende. Er räumte allerdings auch ein, dies sei „nichts, was über Nacht geht“.Welche Neuordnung ihm vorschwebt oder welche Bundesländer er zusammenlegen würde, sagte Söder aber nicht. In der Vergangenheit, beim politischen Aschermittwoch 2024, hatte er aber beispielsweise als Möglichkeit angedeutet, man könnte Bremen und das Saarland „einsparen“.Die Hürden für eine Neugliederung von Bundesländern sind allerdings sehr hoch: Dafür sind ein Bundesgesetz und in den betreffenden Ländern beziehungsweise Stadtstaaten anschließend die Zustimmung der Bürger bei einem Volksentscheid nötig. 1996 war deshalb letztlich eine Zusammenlegung von Berlin und Brandenburg gescheitert.dpa/krott