PfadnavigationHomeRegionalesHamburg„Elli“ in NorddeutschlandWeniger Schnee – „es ist ein winterlicher Sturm, nichts sonderlich Außergewöhnliches“Veröffentlicht am 09.01.2026Lesedauer: 3 MinutenSeit dem frühen Morgen ist die Hamburger Stadtreinigung im EinsatzQuelle: Christian Charisius/dpaAbgesagte Konzerte, schneefrei für Schulkinder, gesperrte Parks, Winterdienst im Dauereinsatz. Das Sturmtief „Elli“ bringt viel Schnee und Aufregung in den Norden. Bahn stellt Fernverkehr vorübergehend ein.Das Sturmtief „Elli“ nimmt in und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen. Dennoch stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden bis zum Mittag vorsichtshalber ein.Lesen Sie auch„Für Hamburg und Schleswig-Holstein sehen wir derzeit fünf bis zehn Zentimeter bis heute Nachmittag“, sagte DWD-Meteorologe David Menzel der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der meiste Schnee werde dabei am Vormittag fallen. „Er hält danach noch weiter an, wird aber nicht mehr ganz stark ausfallen. Gegen Mittag wird es mit dem Schneefall schon wieder runter gehen.“Windhöhepunkt am MittagDafür nehme aber der Wind deutlich zu. An den Küsten werden schwere Sturmböen erwartet, im Binnenland stürmische Böen. Und die wirbeln den frisch gefallenen Schnee ordentlich durchs Land. Der DWD hat deshalb vor starken Schneeverwehungen im Norden Deutschlands gewarnt. Die amtliche Unwetterwarnung gilt zunächst bis zum frühen Samstagmorgen.Der Wind werde um die Mittagszeit am stärksten wehen. „Da müssen wir uns auf jeden Fall noch auf ein bisschen was gefasst machen“, sagte Menzel weiter. Das Gröbste sei überstanden, wenn gegen Nachmittag/Abend der Wind wieder langsam abnimmt. Ostwinde bremsen die Front abNach Einschätzung des DWD-Meteorologen könnte die aus Südwesten nach Norden ziehende Front schon knapp hinter der Elbe von den starken Ostwinden abgebremst werden. „Es ist schon davon auszugehen, dass sie Lübeck vermutlich nicht erreicht. Das sagen uns aktuell die Modelle.“Die aktuelle Wetterlage sei zwar durchaus etwas Besonderes, weil es zuletzt wenige intensive Winter im Norden gegeben habe. Aber: „Ich würde es nicht als ein Jahrhundert-Event einordnen. Das ist es auf gar keinen Fall. Es ist ein winterlicher Sturm und - wenn man das große Ganze betrachtet - nichts sonderlich Außergewöhnliches.“Stadtreinigung ist im EinsatzDer Kampf gegen die Schneemassen in Hamburg ist bereits gestartet - obwohl die erst gegen 7.00 Uhr erwartet werden. Die Hamburger Stadtreinigung ist seit 2.00 Uhr mit 728 Einsatzkräften in der Hansestadt unterwegs, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Sie räumen und streuen unter anderem mit 360 Fahrzeugen wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen, ein ausgewähltes Radwegenetz, Busbuchten, anliegerfreie Gehwegstrecken, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Die Köhlbrandbrücke als wichtige Verbindungsbrücke im Hafen werde mit besonderer Priorität von extra dafür abgestellten Fahrzeugen bearbeitet. „Wir bringen alles auf die Straße, was wir haben!“Dabei gehe es derzeit vor allem um den präventiven Einsatz, sagte ein Stadtreinigungssprecher. „Wir bearbeiten alle Strecken in unserer Verantwortung, damit wir einen Berufsverkehr sicherstellen können.“ Die Strecken sollen dabei mit Blick auf mindestens 15 Zentimeter Neuschnee und Sturmböen so lange wie möglich frei gehalten werden. „Wir kämpfen dagegen an und bringen alles auf die Straße, was wir haben.“jlau
„Elli“ in Norddeutschland: Weniger Schnee – „es ist ein winterlicher Sturm, nichts sonderlich Außergewöhnliches“ - WELT
Abgesagte Konzerte, schneefrei für Schulkinder, gesperrte Parks, Winterdienst im Dauereinsatz. Das Sturmtief „Elli“ bringt viel Schnee und Aufregung in den Norden. Bahn stellt Fernverkehr vorübergehend ein.









