PfadnavigationHomeRegionalesRheinland-Pfalz & SaarlandGesundheitsminister gegen extra Gebühr für PraxisbesucheVeröffentlicht am 30.12.2025Klare Ablehnung aus Rheinland-Pfalz zum Vorstoß für eine Kontaktgebühr bei Arztbesuchen. (Archivbild)Quelle: Sebastian Gollnow/dpaWie sind die steigenden Milliardenkosten für die medizinische Versorgung zu begrenzen? Ein Vorschlag des Chefs der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stößt auf Widerspruch.Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch ist gegen eine extra Gebühr für Arztbesuche. Eine «Kontaktgebühr» von drei oder vier Euro für Praxisbesuche würde ausschließlich zu Belastungen der Patientinnen und Patienten führen und damit dem Grundprinzip der solidarischen Krankenversicherung widersprechen, erklärte der SPD-Politiker in Mainz. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte diese Forderung erhoben.«Eine solche Forderung lehne ich ab», sagte der Gesundheitsminister. «Zum einen erzielte bereits die Praxisgebühr in der Vergangenheit keinerlei Steuerungswirkung, verursachte aber insbesondere bei der Ärzteschaft einen erheblichen Verwaltungsaufwand.»Reform der gesetzlichen Krankenversicherung geplantAußerdem wäre der Personenkreis, der die ärztliche Versorgung am häufigsten in Anspruch nimmt, zum großen Teil aus sozialen Gründen oder aufgrund der Chroniker-Regelung bereits von Zuzahlungen zu befreien, so dass sich damit keine Steuerungswirkung erzielen lasse, erklärte Hoch.Die Bundesregierung will im neuen Jahr eine große Reform der gesetzlichen Krankenversicherung angehen. Sie soll den starken Ausgabenanstieg für die Versorgung begrenzen und weitere Beitragsanhebungen vermeiden. Die Expertenkommission soll bis März Vorschläge zur Stabilisierung ab dem Jahr 2027 vorlegen. Bis Ende 2026 sollen weitergehende Reformvorschläge folgen.dpa-infocom GmbH
Gesundheitsminister gegen extra Gebühr für Praxisbesuche - WELT
Wie sind die steigenden Milliardenkosten für die medizinische Versorgung zu begrenzen? Ein Vorschlag des Chefs der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stößt auf Widerspruch.







