PfadnavigationHomeICONISTFitness & WellnessPause vom AlltagUnd die Kinder haben ihren eigenen Pool – fünf Wellness-TrendsVeröffentlicht am 14.01.2026Lesedauer: 4 MinutenRuheraum mit Bergblick: Wellness wird zunehmend zum Herzstück des HotelerlebnissesQuelle: Suvretta HouseCommunity-Spas, Aufguss-Rituale, achtsames Training: Erholung ist heute ein durchkomponiertes Erlebnis. Wellness wird unter dem Schlagwort „Longevity“ neu inszeniert. Fünf Trends zeigen, wohin sich Erholung bewegt.Wie erholt man sich am besten? Die Wellness-Branche liefert auf diese Frage inzwischen so viele Antworten, dass es manchmal schwierig ist, den Überblick zu behalten. Das Geschäft mit der Erholung boomt: Saunen, Spas, Massagen, Retreats – all das könnte laut Prognosen des Global Wellness Institute dafür sorgen, dass der Markt für den globalen Wellness-Tourismus im Jahr 2029 einen Wert von fast neun Milliarden US-Dollar erreicht. Vor allem in Deutschland wächst die Sehnsucht nach einer Pause vom Alltag – ob bei Massagen oder in Achtsamkeits-Retreats. Auf 310 Milliarden US-Dollar beziffert das Institut den Wert des hiesigen Marktes. Anbieter wie Day Spas und Hotels reagieren darauf; bei Letzteren wird das Wellness-Programm zunehmend zum Herzstück des Gesamtangebots. So auch im Luxushotel „Suvretta House“ in St. Moritz: Dort wurde gerade ein neues Spa eröffnet und die Anlage auf 4670 Quadratmeter erweitert. Lesen Sie auch„Seit Corona haben wir im Herbst länger geöffnet. Die Saison reicht nun bis in den Oktober, während wir früher schon Anfang September für die Zwischensaison geschlossen haben. Weil das Wetter im Herbst unvorhersehbar sein kann, brauchen die Gäste einen Ort, an dem sie sich trotzdem einen schönen Tag machen können“, sagt General Manager Peter Egli.Im Hinblick auf Wellness – oder, wie man das Thema heute auch gerne nennt, „Longevity“ – wird es künftig eher noch mehr Auswahl geben als weniger. Zugleich zeichnen sich einige Entwicklungen ab, die an Bedeutung gewinnen. Hier sind fünf von ihnen.1. Soziale TreffpunkteWellness wird oft als eine sehr ichbezogene Praxis vermarktet. In Wahrheit ist es häufig das Zusammensein mit anderen, durch das man sich besser fühlt. Entsprechend setzen auch Spas zunehmend auf den Community-Aspekt. „‚Longevity‘ heißt auch, dass man anderen begegnet, miteinander redet“, sagt Peter Egli.Umso wichtiger sind Treffpunkte wie ein interner Innenhof mit Kaltbecken, in dem man zusammensitzen kann, oder eine Lounge, in der Poké Bowls zum Lunch bestellt werden. Die Nacht durchtanzen hat für manche nichts mit Wellness zu tun – für andere sehr wohl. So gibt es etwa im „Scorpios Bodrum“, einer neuen türkischen Dependance des legendären Clubs auf Mykonos, tagsüber Gruppenklangbäder und nachts DJ-Sets. Neben Detox-Kuren und Baden im Waldpool bietet auch das türkische Resort Ahãma Living musikalische „Experiences“ an – inklusive eines eigenen Studios, in dem Gäste eigene Songs komponieren und aufnehmen können.Lesen Sie auch2. Spas für Kinder Wellness für Kinder? Was übertrieben klingen mag, ist angesichts aktueller Diskussionen über mentale Gesundheit und problematisches Social-Media-Verhalten bei jungen Menschen gar nicht so weit hergeholt. Manche Hotels widmen sich dem Thema inzwischen gezielt.Das Six Senses Kanuhura Resort auf den Malediven bietet Fitnessprogramme für Eltern und Kinder gemeinsam an, andere Häuser unterhalten junge Gäste mit spielerischem Yoga. Das „Suvretta House“ hat in seinem Spa eine kleine Poollandschaft nur für Kinder integriert – mit einer extrawarmen Wassertemperatur von 32,5 Grad, kindlichen Wandmalereien und Wasserfontänen. Angenehm ist das natürlich auch für erwachsene Schwimmer: „So können sich die Gäste besser verteilen, und jeder hat seinen eigenen Platz“, sagt Egli.3. Den Ort spürenTourismus bedeutet natürlich auch, einen neuen Ort kennenzulernen – das geht ebenso im Spa. Das „Suvretta House“ sorgt an mehreren Stellen dafür, dass der Bezug zum Lokalen spürbar wird: etwa durch riesige Fenster mit Blick auf das Engadin oder durch sogenannte „Experiential Showers“, also Erlebnisduschen.Die Morteratsch-Eisnebel-Dusche soll an Gletscherwasser erinnern, die Maloja-Nebel-Dusche an die Nebelschwaden, die durch das Tal in Richtung des Ortes Maloja ziehen, und duftet nach Zitrone. Die Julier-Regen-Dusche wiederum verbindet den Duft lokaler Kräuter mit Farblichteffekten.Lesen Sie auch4. Heiße MomenteFür Saunanutzer in nordeuropäischen Ländern ist der Aufguss ein klassisches Ritual, das zum Saunagang dazugehört. Doch zunehmend entdecken auch andere Reisende – vor allem aus den USA – diese Tradition für sich. So entwickelt sich der Aufguss zu einem Trend, der neu inszeniert wird.Im „Six Senses Crans-Montana“ sind Aufgusszeremonien unter der Leitung erfahrener Saunameister ein multisensorisches Ritual, das Musik, Storytelling, Temperaturschwankungen, Aromen und Bewegung kombiniert. Auch im Fünf-Sterne-Resort nahe Salzburg, „Das Edelweiss“, wird Musik zum Aufguss gespielt. Sogar Badehäuser und Spas in New York bieten inzwischen Aufguss-Events an.5. Achtsam trainierenSchwitzen, leiden, Muskeln aufbauen: Blickt man auf aktuelle Fitness-Trends wie „Zone Zero“, bei denen die Herzfrequenz nicht über eine bestimmte Grenze hinausgehen soll, scheint dieses Ideal für viele Sportbegeisterte an Bedeutung zu verlieren. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen sich mehr auf eine Art bewegen wollen, die guttut und die Gesundheit auf andere Weise fördert – etwa durch Dehnen oder Pilates“, sagt Egli. Neben einem klassischen Fitnessstudio gibt es im „Suvretta House“ Pilates-Reformer-Kurse, die gemeinsam mit dem Studio „The Beat“ aus St. Moritz angeboten werden. Pilates steht für langsame, sanft kräftigende Bewegungen, die von einem Gerät unterstützt werden, das mit Federn, Seilzügen und einem beweglichen Schlitten Widerstand erzeugt. Durchaus anstrengend – aber ohne den Stress, Drill und das Tempo eines HIIT-Workouts.Lesen Sie auch