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Kommentar: Nur Wortklauberei rettet den Koalitionsfrieden beim Bürgergeld Union und SPD folgen einem unterschiedlichen Menschenbild. Im Bürgergeld-Streit konnten sie die Differenzen überbrücken, doch bei der nächsten Reform dürften sie wieder voll aufbrechen.
Frank Specht 17.12.2025 - 16:28 Uhr Artikel anhörenUnion und SPD haben sich auf einen Kompromiss beim Bürgergeld geeinigt. Foto: dpaDer Streit der beiden Ministerinnen drehte sich bis zuletzt um die Frage, ob Leistungsbezieher, die mehrere Termine beim Jobcenter versäumen und ihre Post nicht öffnen, noch ein persönliches Gespräch bekommen sollen, bevor ihnen das Geld komplett gestrichen wird.Bas wollte das zur Regel machen, um Menschen mit psychischen oder Suchtproblemen, die ihren Alltag nicht organisiert bekommen, nicht zu verlieren. Reiche argwöhnte, dass Grundsicherungsempfänger dann einfach auch das persönliche Gespräch schwänzen könnten, um den Leistungsentzug zu vermeiden. Nun soll es also nur eine „Gelegenheit“ zum Gespräch geben – die wahrgenommen werden kann oder eben auch nicht.Fürsorgestaat versus LeistungsgesellschaftSolche Wortklaubereien in Gesetzestexten offenbaren ein grundsätzlich anderes Menschenbild und Staatsverständnis der drei Koalitionsparteien. Die SPD geht davon aus, dass das Gros der Arbeitslosen im Bürgergeld gerne arbeiten will, aber Unterstützung und Zeit braucht, um die Hilfsbedürftigkeit zu überwinden. Hier ist der Staat als Förderer gefragt – mit Qualifizierung, Sprachkursen oder Lohnzuschüssen für Arbeitgeber. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt






