PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikLeak und Frieden – Trumps Gesandte und der Kampf um den Ukraine-DealVeröffentlicht am 26.11.2025Lesedauer: 2 MinutenQuelle: AFP/FABRICE COFFRINIErst war es ein Ultimatum, jetzt nur noch eine "Arbeitsgrundlage": Nach der heftigen Kritik am 28-Punkte-Plan für die Ukraine legt Donald Trump eine außenpolitische Kehrtwende hin. Nun wird der Plan neu verhandelt - und sein Sondergesandter macht mit einem brisanten Telefongespräch Schlagzeilen.Antonia Beckermann und Wim Orth sprechen mit Außenpolitik-Korrespondent Gregor Schwung über den aktuellen Stand der Dinge und neue Personalien in Trumps Mikrokosmos.

Hier können Sie die Folge direkt hören:

Abonnieren Sie diesen Podcast bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „This is America“ geht es um den umstrittenen Friedensplan von Donald Trump zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine – und um zwei geleakte Telefonate, die weltweit für Schlagzeilen sorgen.Weniger Punkte, mehr ZündstoffDer ursprünglich als „28-Punkte-Plan“ betitelte Friedensvorschlag wurde mittlerweile mehrfach überarbeitet und umfasst mittlerweile nur noch 19 Punkte. Zwei zentrale Forderungen Russlands wurden offenbar entschärft: So soll die ukrainische Armee nach neuen Medienberichten doch deutlich größer ausfallen dürfen als von Moskau zunächst gewünscht. Und auch beim umstrittenen NATO-Beitritt der Ukraine scheint nun eine diplomatische Formel gefunden worden zu sein, die eine gewisse Flexibilität offenlässt.Parallel zu den weiteren Verhandlungen sorgen geleakte Telefon-Mitschnitte für Empörung: In einem vertraulichen Gespräch soll Witkoff dem russischen Präsidentenberater Juri Uschakow konkrete Tipps gegeben haben, wie Wladimir Putin Donald Trump für den russischen Plan gewinnen könne – etwa durch öffentliche Lobhudelei. Dieses Vorgehen ist in der US-Politik beispiellos und ruft auch innerhalb der republikanischen Partei Kritik hervor.Ein Plan mit doppeltem Boden?Ein zweites geleaktes Gespräch legt nahe, dass die russische Seite bewusst mit Maximalforderungen in die Gespräche gegangen ist – in dem Wissen, später nur kosmetische Zugeständnisse machen zu müssen. Der Eindruck entsteht, dass Trumps Team bereit ist, sehr weit auf russische Interessen einzugehen.Auch neue Namen tauchen in Trumps Regierungskreisen auf: Dan Driscoll, ein bislang weitgehend unbekannter Pentagon-Beamter mit engen Verbindungen zu Vizepräsident J.D. Vance, übernimmt plötzlich zentrale Verhandlungsrollen – obwohl er ursprünglich lediglich als Drohnenexperte nach Kiew reisen sollte. Die Verflechtungen zwischen Trumps Umfeld und pro-russischen Kräften werfen derweil Fragen nach den tatsächlichen Zielen hinter der Initiative auf.Wie realistisch ein baldiger Friedensschluss ist und ob Russland den überarbeiteten Plan akzeptieren wird, bleibt offen. Trumps Verhandlungstaktik zwischen Druck, Nähe zu Moskau und innenpolitischer Ablenkung sorgt jedenfalls für wachsende Skepsis – auch innerhalb der USA.