PfadnavigationHomePanorama„Nicht Herr seiner Sinne“Intime Beziehung zu einer Minderjährigen – Frau erhebt schwere Vorwürfe gegen Konstantin WeckerVeröffentlicht am 19.11.2025Lesedauer: 3 MinutenKonstantin Wecker im Jahr 2021Quelle: Peter Kneffel/dpaEine heute erwachsene Frau berichtet, sie habe als Schülerin eine intime Beziehung mit Konstantin Wecker geführt. Der Liedermacher spricht von einem einvernehmlichen Verhältnis, das „unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten“ darstelle.Der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt: Eine heute 30-jährige Frau berichtet in der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“), dass der Künstler eine intime Beziehung mit ihr als Minderjährige geführt habe.Sie habe Wecker als Schülerin im Alter von 15 Jahren nach einem Konzertbesuch kennengelernt. Wecker war damals 63 Jahre alt. In den Jahren 2011 und 2012 soll er fast täglich mit der Jugendlichen Chatnachrichten ausgetauscht und telefoniert haben; die Frau berichtet auch von mehrfachen sexuellen Begegnungen in Hotelzimmern, nachdem sie 16 Jahre alt geworden war. Konstantin Wecker gestand über einen Anwalt ein, es handelte sich nach seiner Erinnerung damals um „eine einvernehmliche Beziehung zu der jungen Frau, die allerdings unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten“ seinerseits darstellte. Die Betroffene ist heute nach eigener Aussage in TherapieDie „SZ“ erhielt nach eigenen Angaben Einblick in Tagebücher, Chats und Mails, die die Beziehung dokumentieren sollen. Laut den Schilderungen der Frau, die wegen der psychischen Folgen bis heute in Therapie sei, hat die Beziehung sie nachhaltig traumatisiert. „Ich will als erwachsene Person für die 15-Jährige einstehen, weil es damals niemand getan hat“, sagte sie der Zeitung. Angezeigt, so schreibt die „Süddeutsche Zeitung“, habe sie Konstantin Wecker am Ende nicht. „Es sei eine rechtliche Grauzone, habe ihr Anwalt gesagt, der Ausgang unklar“, heißt es in dem Artikel. Der heute 78-jährige Künstler drückte über den Anwalt sein „tiefstes Bedauern“ aus. Er sei damals „nicht Herr seiner Sinne gewesen“, teilte der Anwalt mit. Es handele sich um eine Zeit, in der der Liedermacher sehr viel und über längere Phasen Alkohol konsumiert habe. In seinem künstlerischen Werk und in Interviews hatte Wecker in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt seine Verfehlungen und den Konsum von Drogen thematisiert, jedoch nie von dieser Beziehung berichtet.Lesen Sie auchZu der Frage, ob der Künstler nun noch mit strafrechtlicher Verfolgung rechne, schrieb Weckers Anwalt laut „SZ“, er wolle „für Herrn Wecker mitteilen, dass er davon ausgeht, damals keinerlei strafbare Handlungen im Umgang mit der betroffenen Frau begangen zu haben“.Lesen Sie auchWecker hatte vor zwei Wochen sämtliche Auftritte seiner aktuellen Tournee für den laufenden Monat abgesagt. Er sei seit Anfang des Monats schwer erkrankt und befinde sich nun auch in stationärer Behandlung, schrieb sein Anwalt.Der Liedermacher hatte schon häufiger schwere Drogenprobleme nachträglich publik gemacht. Seinen jahrelangen Kokainkonsum etwa verarbeitete er in mehreren Publikationen wie „Ketzerbriefe eines Süchtigen“ (1983) oder „Uferlos“ (1993). Zuletzt erschien ein autobiografisches Werk „Der Liebe zuliebe“ (2025).Wecker war zweimal verheiratet, aus seine Ehe mit der 27 Jahre jüngeren Annik Wecker (verheiratet von 1996 bis 2013) gingen zwei Kinder hervor. Das Paar hatte sich nach eigenen Angaben bei einem Konzert des Sängers kennengelernt. krott
Konstantin Wecker: Intime Beziehung zu einer Minderjährigen: Frau erhebt schwere Vorwürfe - WELT
Eine heute erwachsene Frau berichtet, sie habe als Schülerin eine intime Beziehung mit Konstantin Wecker geführt. Der Liedermacher spricht von einem einvernehmlichen Verhältnis, das „unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten“ darstelle.








