Konstantin Wecker sitzt in seinem Büro in der Münchner Dietlindenstraße, vor ihm auf dem Tisch eine Tasse Filterkaffee und ein Glas mit Apfelschorle. Vor dem Interview erzählt er von einem jungen Mann mit einer physischen Beeinträchtigung, der ihm gerade im Treppenhaus begegnet sei. „Manchmal wissen wir ja gar nicht, wie gut’s uns geht“, sagt der 77-Jährige, der derzeit selbst eine schwierige Phase durchlebt. In seinem neuen Buch „Der Liebe zuliebe“ (bene!/Droemer Knaur) thematisiert Wecker erstmals öffentlich seine Alkoholsucht und eine rätselhafte Erkrankung in seiner Hand. Beim Treffen in seinem Büro spricht der Liedermacher auch über seinen Abschied vom Klavier, seine Gedanken an den Tod, von Freiheit und ein bayerisches Teufelchen in seinem Kopf.