Wer als Musiker Erwähnung in der Literatur findet, erfreut sich damit natürlich einer besonders kostengünstigen Form der Werbung. So gesehen, wäre es schon interessant zu erfahren, wie viele neue Hörer Christian Löffler wohl dazu gewonnen hat, seit er als musikalischer Favorit der seelenwunden Ich-Erzählerin Ida in Caroline Wahls gehypter „22 Bahnen“-Fortsetzung „Windstärke 17“ namentlich erwähnt, und seine Interpretation von Smetanas „Moldau“ dort bei einer Art generationenübergreifender häuslicher Listening-Session einem Vergleich mit dem Original unterzogen wurde.

Ein Track übrigens, der durchaus repräsentativ für Löfflers naturverbundenen Sound steht. Ist der Greifswalder Produzent, der bevorzugt in einer Studio-Blockhütte am Darß an seiner Musik arbeitet, doch ein wahrer Meister des harmonisch fließenden und organisch pumpenden Wohlklangs. Dementsprechend dürfte auch sein Open-Air-Live-Set am 12. Juni (19.30 Uhr) auf dem Gelände des Bahnwärter Thiel eine ziemlich erhebende Angelegenheit werden, denn die geradezu meditative Qualität von Löfflers filigranen Tracks entfaltet sich freilich auch jenseits der Fiktion.

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