PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBeauftragte der RegierungAtaman fordert mehr Schutz für Frauen gegen sexuelle Belästigung – Fälle „werden krasser“Veröffentlicht am 16.11.2025Ferda Ataman ist die Unabhängige Bundesbeauftragte für AntidiskriminierungQuelle: Soeren Stache/dpaLaut der Antidiskriminierungsstelle nehmen Berichte über sexuelle Belästigung im Alltag zu. Frauen seien dem im Fitnessstudio und beim Einkaufen, aber auch zunehmend bei der Wohnungssuche ausgesetzt.Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, fordert einen besseren Schutz für Frauen vor sexueller Belästigung im Alltag. „Gerade wird darüber diskutiert, das Strafrecht zu verschärfen, um besser vor sexueller Belästigung zu schützen. Das ist richtig und wichtig. Aber sexuelle Belästigung findet auch im Alltag statt“, betonte Ataman in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Am Arbeitsplatz gilt sexuelle Belästigung als Diskriminierung und ist verboten. Finden sexuelle Belästigungen beim Einkaufen, im Fitnessstudio, in der Fahrschule oder bei der Wohnungssuche statt, gilt kein Diskriminierungsverbot.“ Das sei bitter und kaum zu vermitteln.Lesen Sie auchDie Antidiskriminierungsstelle des Bundes beobachte, dass gerade in diesen Bereichen gemeldete Fälle „krasser“ würden. „Uns berichten Frauen zum Beispiel, dass sie bei der Wohnungssuche mit ungewollten sexuellen Anzüglichkeiten konfrontiert werden. Solange der Schutz vor sexueller Belästigung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz aber nicht auf Alltagsgeschäfte ausgeweitet wird, können sie nichts dagegen tun.“ Diese Lücke müsse dringend geschlossen werden. Opfer müssten sich wehren können.Insgesamt nähmen die Fälle von Berichten über sexuelle Belästigungen in Alltagssituationen zu. Die Bundesregierung hat eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz angekündigt.epd/KNA/lay
Ferda Ataman fordert mehr Schutz für Frauen gegen sexuelle Belästigung – Fälle „werden krasser“ - WELT
Laut der Antidiskriminierungsstelle nehmen Berichte über sexuelle Belästigung im Alltag zu. Frauen seien dem im Fitnessstudio und beim Einkaufen, aber auch zunehmend bei der Wohnungssuche ausgesetzt.






