PfadnavigationHomeRegionalesBaden-WürttembergJunge Union pocht auf drastische RentenreformVeröffentlicht am 12.11.2025Lesedauer: 2 MinutenEr hält die Rentenpolitik nicht für generationengerecht: JU-Chef Winkel.Quelle: Niklas Graeber/dpaBeitrags-Moratorium statt steigender Abgaben: Die Junge Union fordert ein radikales Umdenken im Sozialsystem. Für den Kanzler könnte es beim Parteitreffen am Wochenende ungemütlich werden.Länger arbeiten, geringere Beiträge zahlen: Die Junge Union pocht auf eine tiefgehende Reform des Rentensystems. Das Rentenpaket der schwarz-roten Koalition sei «aus junger Perspektive eine schwere Hypothek», heißt es in dem Leitantrag zum Deutschlandtag der Jungen Union, der am Wochenende im badischen Rust stattfinden soll. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.Die Bundesregierung versäume sehenden Auges dringend notwendige strukturelle Reformen zur Stabilisierung der Beitragssätze und habe wichtige Entscheidungen in Kommissionen verlagert, kritisiert die JU in dem Antrag. Bis strukturelle Reformen vorlägen, dürfe es keine weiteren Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen mehr geben. «Wir fordern für diese Legislaturperiode die Einführung eines Beitrags-Moratoriums. Beiträge sollen also nicht mehr steigen dürfen.» Die JU fordert in dem Leitantrag zudem einschneidende Strukturreformen bei der Krankenversicherung und der Pflege.Höheres EintrittsalterIn dem Leitantrag pocht die JU zudem auf eine Koppelung des Renteneinstiegsalters an die steigende Lebenserwartung. Heute arbeiteten die Menschen im Schnitt 40 Jahre und bezögen dann für 20 Jahre Rente. Man müsse aber zu einem Verhältnis zurückkommen wie in den 70er-Jahren, heißt es in dem Antrag. Ab 2031 soll nach Vorstellung der JU bei einem Anstieg der Lebenserwartung um ein Jahr die Regelaltersgrenze um neun Monate steigen. Damit würden sich das Renteneinstiegsalter alle zehn Jahre um ein gutes halbes Jahr erhöhen. Gleichzeitig soll es Härtefallregelungen geben für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, bis zum