PfadnavigationHomePolitikAuslandMissbrauchsskandal„Natürlich wusste er von den Mädchen“ – Trumps Name taucht in Epsteins E-Mails aufVeröffentlicht am 12.11.2025Lesedauer: 3 MinutenIn der Affäre um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erhöht die Demokratische Partei den Druck auf Donald Trump. Abgeordnete im Kongressausschuss Oversight Committee veröffentlichten E-Mails, die augenscheinlich von Epstein stammen.Der Druck auf US-Präsident Trump im Fall Jeffrey Epstein steigt: Demokratische Abgeordnete veröffentlichen mutmaßliche E-Mails des Sexualstraftäters. Darin deutet Epstein an, Trump habe vom Missbrauch minderjähriger Frauen gewusst.In der Affäre um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erhöht die Demokratische Partei den Druck auf Präsident Donald Trump. Abgeordnete im einflussreichen Kongressausschuss Oversight Committee veröffentlichten am Mittwoch E-Mails, die augenscheinlich von Epstein stammen. In den Nachrichten deutet Epstein an, Trump sei über den Missbrauch minderjähriger Frauen im Bilde gewesen. Die Mails stammen aus Material, das der Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses aus dem Nachlass Epsteins erhalten hatte. Die „New York Times“ veröffentlichte die E-Mails in Gänze. „Trump sagte, er habe mich gebeten, zurückzutreten, niemals ein Mitglied, niemals. . Natürlich wusste er von den Mädchen, da er Ghislaine gebeten hatte, damit aufzuhören“, heißt es unter anderem in einer der Mails aus dem Jahr 2019. Zudem habe der Immobilienmogul „Stunden in meinem Haus verbracht“, habe der Sexualstraftäter demnach geschrieben. Den Demokraten zufolge war während eines solchen Aufenthalts eines von Epsteins Missbrauchsopfern anwesend, der Name wurde jedoch nicht veröffentlicht.Die Epstein-E-Mails waren den demokratischen Abgeordneten zufolge an dessen Komplizin Ghislaine Maxwell gerichtet, die wegen Sexhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Weitere E-Mails habe Epstein an den Enthüllungsjournalisten Michael Wolff gerichtet, der über Trumps Verwicklung in den Fall berichtet hat, hieß es.Lesen Sie auchTrump sieht sich damit zunehmendem Druck ausgesetzt, alle Akten zur Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenzulegen. In der nächsten Woche ist dazu eine Abstimmung im US-Repräsentantenhaus geplant, wie Mehrheitsführer Mike Johnson von Trumps Republikanern vor Journalisten ankündigte. Demokraten in der Opposition, aber auch einige Republikaner drängen seit Monaten darauf – und die Verbreitung der bislang unveröffentlichten E-Mails gibt Trumps Kritikern neuen Auftrieb.Das Weiße Haus warf der Demokratischen Partei eine Kampagne gegen Trump vor. „Die Demokraten haben selektiv Emails an liberale Medien durchsickern lassen, um eine falsche Erzählung zu schaffen, die Präsident Trump diffamieren soll“, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Trump selbst schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social: „Die Demokraten versuchen erneut, den Jeffrey-Epstein-Schwindel ins Gespräch zu bringen, weil sie alles tun, um von ihrem schlechten Umgang mit dem Shutdown und vielen anderen Themen abzulenken.“Druck auf Trump könnte weiter steigenDer verurteilte Sexualstraftäter Epstein war 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Virginia Roberts Giuffre war das bekannteste Missbrauchsopfer im Epstein-Skandal. Sie starb im April dieses Jahres. Giuffre wurde nur 41 Jahre alt. Lesen Sie auchDer heutige Präsident war in dem Fall Epstein auch im eigenen Lager in die Kritik geraten, weil seine Regierung nicht wie versprochen Licht in den Skandal gebracht hat. Ein Fehlverhalten in der Affäre konnte Trump allerdings nie nachgewiesen werden. Die E-Mail-Auszüge wurden kurz vor einer Sitzung des Repräsentantenhauses veröffentlicht, in der eine neue Demokratin als Abgeordnete vereidigt wurde. In ihrer anschließenden Rede sagte Adelita Grijalva, sie werde eine Petition unterzeichnen, mit der die Demokraten eine Abstimmung zur Offenlegung der Epstein-Akten erzwingen wollen. Damit ist die später vom republikanischen Mehrheitsführer Johnson angekündigte Abstimmung in der nächsten Woche gemeint. Auch unter den Republikanern gibt es einzelne Unterstützer dieser Petition. Es könnte daher sein, dass auch Abgeordnete der Trump-Partei dafür stimmen und so den Demokraten in der Opposition zu einer Mehrheit verhelfen.Grijalva warf den Republikanern „Machtmissbrauch“ vor. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, habe ihre Vereidigung wegen ihrer Haltung zu den Epstein-Akten nach ihrer Wahl vor 50 Tagen gezielt verzögert, sagte sie in ihrer Antrittsrede. Johnson hatte den Aufschub mit dem „Shutdown“ begründet.afp/saha/dpa/dp