PfadnavigationHomePanorama700 Menschen betroffenHeizung in Göttinger „Problem“-Plattenbau defekt – „Kein Dienstleister bereit, Rohre zu reparieren“Veröffentlicht am 30.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Heizung in dem Göttinger Problemhaus Groner Landstraße ist laut eines Berichts des NDR defekt – und niemand fühlt sich so recht für die Reparatur zuständig. WELT-Reporter Gerrit Schröder berichtet.In vielen Medien ist nur noch die Rede vom „Problemhaus“ – ein verwahrloster Wohnblock in Göttingen macht Schlagzeilen wegen Vermüllung und angeblichem Sozialbetrug. Nun kommt für die Anwohner eine weitere Härte dazu: Sie können nicht mehr heizen und eine Reparatur scheint unmöglich.Der Plattenbau in der Groner Landstraße 9 in Göttingen (Niedersachsen) macht längst auch bundesweit Schlagzeilen. Zahlreiche Medien berichten über Müllberge im Hof und in den Fluren, kaputte Fahrstühle und Ratten, dazu wurde mehrfach, auch von WELT, über Fälle von Sozialbetrug in dem Gebäude berichtet.Nun aber haben die Bewohner selbst einen berechtigten Grund zur Klage: Die Heizung in dem Wohnblock ist laut einem Bericht des NDR defekt und niemand fühlt sich so recht für eine Reparatur zuständig. Nach einem Bericht von „Radio Göttingen“ sollen 300 Wohnungen von dem Ausfall betroffen sein.Laut Hausverwaltung fehle das Geld, um die defekten Rohre zu reparieren. Der Geldmangel wiederum liege an der Insolvenz des Eigentümers Gänseliesel Wohn GmbH und des vorherigen Eigentümers Winteks GmbH. „Es erfolgte keine Abschaltung der Heizung, es gibt lediglich keinen Dienstleister, der bereit ist, ohne Bezahlung die Verrohrung zu reparieren“, wird der zuständige Hausverwalter bei NDR Niedersachsen zitiert.Lesen Sie auchDa sich die Situation vermutlich nicht vor „Ende der Heizperiode“ signifikant verbessern werde, seien den Mietern deshalb Radiatoren zur Verfügung gestellt worden – sprich, sie sollen also fortan mit Strom heizen. Die Mehrkosten würden in der Betriebskostenabrechnung entsprechend berücksichtigt.Wie WELT und auch „Bild“ zuvor berichtet hatten, gibt es in der Wohnsiedlung aber Anwohner, die teils hohe Mietschulden haben sollen – womöglich einer der Gründe, warum nun Geld fehlt. 145 Mieter seien laut Angaben der Hausverwaltung säumig, darunter seien viele Menschen, die Bürgergeld beziehen würden. Nach Informationen der WELT sind in dem ganzen Gebäudekomplex über 700 Menschen wohnhaft gemeldet.Lesen Sie auchDer örtliche Mieterverein bezweifelt diese Interpretation jedoch gegenüber dem NDR. Üblicherweise werde die Miete bei Bürgergeldempfängern vom Jobcenter direkt an den Vermieter überwiesen. Zudem betonte der Mieterverein Göttingen, dass es rechtswidrig sei, Mietern die Heizung abzustellen. Eine Ausnahme seien bestehende Mietschulden oder eine zuvor ausgesprochene Kündigung vonseiten des Vermieters. In dem Fall könne die Versorgung abgestellt werden. Säumige Mieter, denen zwar gekündigt wurde, die sich aber weigern würden, ausziehen, erhalten dem Verwalter zufolge übrigens kein Heiz-Gerät. „Leuten, die keine Miete zahlen, werde ich jetzt nicht auch noch einen Radiator schenken“, wird der Mann im NDR zitiert.DW
Göttingen: Heizung in „Problem“-Plattenbau defekt – „Kein Dienstleister bereit, Rohre zu reparieren“ - WELT
In vielen Medien ist nur noch die Rede vom „Problemhaus“ – ein verwahrloster Wohnblock in Göttingen macht Schlagzeilen wegen Vermüllung und angeblichem Sozialbetrug. Nun kommt für die Anwohner eine weitere Härte dazu: Sie können nicht mehr heizen und eine Reparatur scheint unmöglich.






