PfadnavigationHomeRegionalesHamburgAutobahn A26 Ost„Wichtig ist, dass der Hamburger Senat schnellstmöglich seine Hausaufgaben macht“Veröffentlicht am 23.10.2025Lesedauer: 2 MinutenDer Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß an den LandungsbrückenQuelle: Bertold Fabricius/WELTDer Bund wolle die Autobahn A26 Ost südlich des Hamburger Hafens weiterhin bauen, sagt der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß. Vordringlich sei nach dem Stopp des Projektes durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig jetzt, dass Hamburg den Planfeststellungsbeschluss zügig nachbessere. Dann werde man auch die Finanzierung der Fernstraße sichern.Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig von Anfang Oktober bedeute „keineswegs das Aus“ für die geplante Autobahn A26 Ost südlich des Hamburger Hafens. Das sagte der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christoph Ploß der WELT. Ploß ist auch Koordinator des Bundes für die maritime Wirtschaft und den Tourismus.Lesen Sie auchDas höchste deutsche Verwaltungsgericht hatte den Vollzug des Autobahnbaus mit seinem Urteil vom 8. Oktober zunächst gestoppt. Das Gericht bemängelt vor allem, dass die für den Planfeststellungsbeschluss zuständige Hamburger Wirtschaftsbehörde andere Trassenverläufe für die insgesamt 9,7 Kilometer lange A26 Ost nicht ausreichend geprüft habe. Dies sei mit dem deutschen Klimaschutzgesetz nicht vereinbar. Die Umweltverbände BUND und Nabu hatten den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt beklagt. Streckenweise soll die Autobahn durch ein Moorgebiet verlaufen. Die Wirtschaftsbehörde kündigte an, den Planfeststellungsbeschluss und die Trassenplanung in den kommenden Monaten entsprechend zu überarbeiten.Schon vor dem Urteil war unklar, ob die Finanzierung der Autobahn gesichert ist, die südlich des Hafens die Autobahnen A7 und A1 miteinander verbinden soll. Nach dem Gerichtsurteil taucht die A26 Ost nicht mehr in der aktuellen Haushaltsplanung des Bundes auf. Ploß stellte allerdings klar, dass dies nicht das Ende des Projektes bedeute: „Alles, was baureif ist, wird gebaut. Umso ärgerlicher ist es für die Hamburger Metropolregion, dass die Klage der Umweltverbände gegen die A26 Ost erfolgreich war. Sobald Baurecht für die A26 Ost da ist, wird sich der Bund um die Finanzierung kümmern“, sagte er. „Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dass der Hamburger Senat schnellstmöglich seine Hausaufgaben macht, damit die A26 Ost gebaut werden kann.“Lesen Sie auchAus Sicht von Ploß ist das komplexe deutsche Planungsrecht eine wesentliche Schwachstelle bei der Modernisierung der Infrastruktur. Nach Parlamentsbeschlüssen und jahrelanger Planungsarbeit der zuständigen Behörden werden viele dann bereits weit fortgeschrittene Bauprojekte der Verkehrsinfrastruktur von Bürgerinitiativen, aber auch von Umweltverbänden beklagt – nicht nur Bauvorhaben für Straßen, sondern auch für Schienenwege und Wasserstraßen. Vor allem auch diese Klagemöglichkeiten müssten im Sinne des Gemeinwohls eingeschränkt werden.Olaf Preuß ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG für Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit Jahrzehnten auch über die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur.