PfadnavigationHomeSonderthemenReiseland DubaiMuseumslandschaftAugen und Ohren auf: Dubais kreative RäumeVeröffentlicht am 18.10.2025Lesedauer: 3 MinutenMuseum of the FutureQuelle: Natascha PlankermannIn Dubai gibt es ausgefallene Kunst-Räume, in denen man zum Hören und Sehen verweilen möchte. Beeindruckende Beispiele findet man im Kreativen Zentrum Alserkal Avenue, im Museum of the Future und in der Dubai MallEs ist ein hohes Zimmer, in den man sich zurückziehen und nur zuhören möchte: Plattencover vergangener Jahrzehnte schmücken die Fächer in dunkler Holzoptik, die wie bei einem überdimensionalen Setzkasten die Wände säumen. Dazwischen sind dezent Lautsprecher eingelassen, ein Plattenspieler hat an der Stirnseite des Séparées Platz gefunden. Wer wird hier als nächstes auflegen? Die Efie Gallery macht es spannend: Man durchquert erst die Ausstellungsräume mit afrikanischer Fotografie, bevor man in diese „Rekord Gallery“, den 2022 eingerichteten Hi-Fi-Hörraum, gelangt. Damit hat es die Galerie zu einiger Berühmtheit innerhalb der Alserkal Avenue, dem Kunst- und Kulturviertel von Dubai, gebracht. Dieses Zentrum für zeitgenössische Kunst und kreative Unternehmungen hat sich innerhalb des Industrieviertels Al Quoz entwickelt. Zwischen den 40 umgebauten Lagerhallen herrscht reges Treiben: Golfcarts bringen Gäste von A nach B, kurven dabei rund um Fußgänger, die zu einer Ausstellung oder einem der vielen Restaurants unterwegs sind. Auch ein alternatives Kino gibt es, wo man in roten Plüschsesseln versinken und längst vergessene arabische Streifen aus den 1950er Jahren anschauen kann. Noch ein besonderer Ort: das „Concrete“, ein minimalistischer Raum, der sich flexibel Shows und Performances anpassen lässt.Ein Archiv der ArtenvielfaltWer die Sheikh Zayed Road entlangfährt, dem fällt unweigerlich eine ovale Struktur mit arabischer Kalligrafie ins Auge: das Museum of the Future kringelt sich wie ein überdimensionaler Schnörkel. Gedacht ist es als Symbol für Fortschritt und eine Zukunft, die seine Besucher auch bereisen sollen: Ein Aufzug verleiht ihnen das Gefühl, mit einer Rakete ins Jahr 2071 zu gelangen – zur OSS Hope, einer simulierten Raumstation, in der mögliche Szenarien erlebbar werden. Was allerdings wohl niemand erleben möchte, ist das Aussterben von Pflanzen und Tieren. Und genau das wird in einem der Ausstellungsräume mithilfe von Licht, Klang und Hologrammen thematisiert, die ständig die Farbe wechseln: Sie hängen wie 2.400 gläserne Probenbehälter im Dunklen von der Decke. Jeder dieser Behälter zeigt ein Symbol für eine bedrohte oder bereits ausgestorbene Lebensform. Gedacht ist die Installation „Vault of Life“ als eine Art genetisches Archiv, das die biologische Vielfalt der Erde dokumentiert – und zugleich mahnend darauf aufmerksam macht, wie fragil sie ist. Wer mit einem Scanner über einen der Behälter fährt, lernt mehr über jede Spezies – erfährt nicht nur, wo die besondere Iris-Art oder der exotische Vogel herkommt, sondern auch, wie bedroht er oder sie ist. Das Londoner Designstudio Superflux hat den Raum als eine Mischung aus Labor, Archiv und poetischer, künstlerischer Installation konzipiert. Lesen Sie auchWeitere kulturelle Orte, die sich während eines Dubai-Aufenthalts lohnen: - Das Al Shindagha Museum am Ufer des Dubai Creek erzählt die Geschichte Dubais und seiner Entwicklung von einem Fischerdorf zur Weltmetropole. Die Multimediashow „Dubai Creek: Birth of a City“ führt den Museumsbesuchern die Entwicklung der Region in den vergangenen Jahrhunderten vor Augen- Das digitale Kunstmuseum Infinity des Lumières in der Dubai Mall will Besucher einen Einblick in das Schaffen von Künstlern wie van Gogh oder Katsushika Hokusai eröffnen: Während der Ausstellungen wird der Besucher sprichwörtlich eins mit den Kunstwerken. Die klassischen Gemälde werden digitalisiert an Wände, Böden und Säulen projiziert, zudem bewegen sich die Bilder zu speziell für die jeweiligen Ausstellungen entworfenen Musikstücken.Diese Reise wurde unterstützt von Dubai Tourism. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.Natascha Plankermann