PfadnavigationHomePolitikAuslandUS-JustizministeriumEx-Sicherheitsberater und Trump-Kritiker Bolton angeklagtVeröffentlicht am 16.10.2025Lesedauer: 3 MinutenMit John Bolton ist einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Trump angeklagt worden. Dem Ex-Sicherheitsberater Trumps wird die Weitergabe sensibler Informationen zur nationalen Verteidigung vorgeworfen, so das Justizministerium.Er gilt als einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Donald Trump: Nun wurde gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton Anklage erhoben. Ihm wird unter anderem die Weitergabe sensibler Informationen zur nationalen Verteidigung vorgeworfen. Bolton bestreitet die Vorwürfe.Der frühere Nationale Sicherheitsberater und Kritiker von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, ist angeklagt worden. Ihm wird die Weitergabe und das Einbehalten von Informationen zur Verteidigung der Nation vorgeworfen, geht aus am Donnerstag bekannt gewordenen Gerichtsunterlagen hervor. Es ist das dritte Mal in den vergangenen Wochen, dass das Justizministerium Anklage gegen einen Kritiker Trumps erhebt. US-Justizministerin Pam Bondi teilte mit: „Jeder, der eine Machtposition missbraucht und unsere nationale Sicherheit gefährdet, wird zur Rechenschaft gezogen. Niemand steht über dem Gesetz.“ Im Falle einer Verurteilung droht Bolton laut dem Ministerium eine mehrjährige Haftstrafe. Bolton selbst bestreitet jegliches Fehlverhalten und teilte mit, die Anklagen seien Teil von Trumps „Bemühungen, Gegner einzuschüchtern“. Auch ein Anwalt Boltons wies ein Fehlverhalten seines Mandanten zurück. Der US-Sender CNN zitiert Boltons Anwalt Abbe Lowell mit einem Statement. Lesen Sie auchDie zugrunde liegenden Fakten in diesem Fall seien vor Jahren untersucht und geklärt worden, heißt es darin. Die Anklagepunkte beruhten demnach auf persönlichen Einträgen Boltons. Es gehe um Aufzeichnungen, die nicht unter Verschluss stünden und nur mit seiner Familie geteilt worden wären. Dem FBI seien diese bereits seit 2021 bekannt gewesen. Man freue sich darauf, erneut zu beweisen, dass Bolton keine Informationen unrechtmäßig weitergegeben oder aufbewahrt habe. Der Anklage vorausgegangen waren Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung von Verschlusssachen gegen Bolton. Im August hatten Agenten der Bundespolizei FBI das Haus und das Büro Boltons durchsucht und dabei unter anderem als vertraulich eingestufte Unterlagen beschlagnahmt. Druck auf GegnerTrump hatte im Wahlkampf Vergeltung gegen seine Gegner angekündigt und Justizministerin Pam Bondi wiederholt gedrängt, Anklage gegen seine Widersacher zu erheben. Zuletzt waren der frühere FBI-Direktor James Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James angeklagt worden.Bolton diente in Trumps erster Amtszeit als Nationaler Sicherheitsberater und entwickelte sich später zu einem seiner schärfsten Kritiker. In seinen im vergangenen Jahr veröffentlichten Memoiren bezeichnete er Trump als amtsunfähig. Nur kurz nach dem Beginn seiner zweiten Amtszeit ließ Trump den Personenschutz für Bolton durch den Secret Service entziehen. Der Secret Service ist für den Schutz ranghoher Politiker zuständig und kümmert sich nicht nur um die Sicherheit aktiver Mandatsträger, sondern auch um die manch früherer Amtsinhaber.Lesen Sie auchInsidern zufolge drängte die Führung des Justizministeriums auf eine rasche Anklageerhebung gegen Bolton, obwohl einige Staatsanwälte dies als überstürzt ansahen. Ein Verfahren gegen Trump selbst wegen der Mitnahme von Geheimdokumenten war nach seinem Wahlsieg im November 2024 eingestellt worden. Vor Wochen hatte bereits die Anklage gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey Schlagzeilen gemacht, die auf Druck des Präsidenten zustande gekommen sein soll. Comey wird Falschaussage vorgeworfen. rtr/jho/dp
Ex-Sicherheitsberater und Trump-Kritiker Bolton angeklagt - WELT
Er gilt als einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Donald Trump: Nun wurde gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton Anklage erhoben. Ihm wird unter anderem die Weitergabe sensibler Informationen zur nationalen Verteidigung vorgeworfen. Bolton bestreitet die Vorwürfe.
















