StartseitePolitikDeutschland Steueroasen: Mindeststeuer praktisch nur in der EU – Druck auf Klingbeil In einer Allianz haben 140 Staaten vor Jahren beschlossen, Steueroasen trockenzulegen. Nun steigen wichtige Länder aus – und bringen Finanzminister Klingbeil in Bedrängnis.

Martin Greive, Jan Hildebrand 15.10.2025 - 16:51 Uhr Artikel anhörenBundesfinanzminister Lars Klingbeil im Regierungsflieger: Der Sozialdemokrat hält an der globalen Mindeststeuer fest. Foto: Kay Nietfeld/dpaBerlin, Washington. Es ist vier Jahre her, da feierte Olaf Scholz (SPD) in Washington eine „revolutionäre Reform“. Der damalige Finanzminister war ein letztes Mal vor dem Wechsel ins Kanzleramt zur Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) geflogen. Vor dem Weißen Haus pries er ein Vorhaben, das er maßgeblich durchgesetzt hatte: die globale Mindeststeuer für Konzerne.Inzwischen heißt der Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Und er steht bei seinem ersten IWF-Treffen nun vor der unangenehmen Aufgabe, das Prestigeprojekt seines sozialdemokratischen Vorgängers zu verteidigen. Dabei verabschieden sich einige seiner internationalen Kollegen bereits wieder davon. Der globalen Mindeststeuer droht ein schleichendes Ende.Die Umsetzung läuft international schlecht. Erst 35 von 140 Staaten haben die Mindeststeuer eingeführt, darunter sind die 27 EU-Mitgliedstaaten. Hier gilt eine EU-Richtlinie, die von der Bundesregierung auch bereits national umgesetzt wurde. Deutsche Konzerne sind inzwischen sogar beunruhigt, Wettbewerbsnachteile zu erleiden. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt