PfadnavigationHomePanoramaStreit mit ProbstRebellische Nonnen schalten nach Besetzung von Kloster Staatsanwalt einVeröffentlicht am 10.10.2025Lesedauer: 2 MinutenAußenaufnahme des Klosters GoldensteinQuelle: Chris Hofer/FRANZ NEUMAYR/dpaSeit Wochen besetzen drei betagte Ordensschwestern ein ehemaliges Kloster nahe der bayerischen Grenze. Mit einem Anwalt kämpfen sie für ihre Eigenständigkeit. Doch der Konflikt spitzt sich zu – die Nonnen erstatten Anzeige. Der zuständige Probst spricht von einem „feindseligen Akt“.Der Streit um die Besetzung eines österreichischen Klostergebäudes durch drei betagte Nonnen spitzt sich zu. Die Ordensschwestern fordern neue strafrechtliche Untersuchungen gegen ihren kirchlichen Kontrahenten, wie aus einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Salzburg hervorgeht. In einem Beitrag auf ihrer eigenen Instagram-Seite schreiben die Ordensschwestern, sie hätten „leider Anzeige erstatten müssen“.Weil sie nicht länger in dem Altersheim leben wollten, das ihnen ein Stiftsleiter zugewiesen hatte, hatten sich die Nonnen Anfang September eigenmächtig Zutritt zu ihren ehemaligen, leer stehenden Kloster-Räumen im Schloss Goldenstein bei Salzburg verschafft. Seitdem wohnen die zwischen 80 und 86 Jahre alten Frauen dort. Die drei Frauen lebten zuvor jahrzehntelang in dem Kloster nahe der bayerischen Grenze und arbeiteten in der angeschlossenen Mittelschule.Juristische Schritte gegen StiftsleiterDie Staatsanwaltschaft solle unter anderem die „rechtswidrige“ Umsiedlung der Nonnen aus dem Kloster in das Heim sowie den Verbleib von Hunderttausenden Euro an Bankguthaben untersuchen, heißt es in dem Anwaltsschreiben, das einer Anzeige entspricht.Das Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, richtet sich vor allem gegen den für die Nonnen zuständigen Stiftsleiter Markus Grasl. Frühere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Grasl, die der Anwalt ins Rollen gebracht hatte, waren im Mai eingestellt worden.Probst wirft Nonnen Feindseligkeit vorGrasls Sprecher kommentierte die nun vorgebrachten Vorwürfe nicht. Das Schreiben liege ihm noch nicht vor, sagte er der dpa. Er hielt aber fest, dass der juristische Schritt „nicht eine Einigung unterstützt, sondern ein feindseliger Akt ist, den man so nicht setzt, wenn man eine Lösung will.“Lesen Sie auchGrasl hatte die Nonnen in den vergangenen Wochen vergeblich aufgefordert, wieder in das Altersheim zurückzukehren, wo sie seiner Meinung nach aufgrund ihres Gesundheitszustandes leben sollten. Seit Beginn der Besetzung hat er aber nicht direkt mit den Nonnen gesprochen. „Weil vonseiten des Probsts alles gesagt ist“, erklärte sein Sprecher.Auf Instagram sind die betagten Nonnen beim Beten, Essen und Putzen zu sehen. Wenn jemand meine, sie sei nicht mehr mobil, „dann lade ich denjenigen zu einem Wettrennen am Gang ein“, scherzt Schwester Rita in einem der Videos.dpa/saha
Streit mit Probst: Rebellische Nonnen schalten nach Besetzung von Kloster Staatsanwalt ein - WELT
Seit Wochen besetzen drei betagte Ordensschwestern ein ehemaliges Kloster nahe der bayerischen Grenze. Mit einem Anwalt kämpfen sie für ihre Eigenständigkeit. Doch der Konflikt spitzt sich zu – die Nonnen erstatten Anzeige. Der zuständige Probst spricht von einem „feindseligen Akt“.







