PfadnavigationHomePanoramaUrteil in FrankreichStrafe verschärft – Zehn Jahre Haft für Vergewaltiger von Gisèle PelicotVeröffentlicht am 09.10.2025Lesedauer: 2 MinutenWollte sich nicht verstecken: Gisele PelicotQuelle: REUTERS/Manon CruzIm Berufungsverfahren zum Missbrauchsskandal um Gisèle Pelicot hat das Gericht die Strafe für einen der Angeklagten erhöht. Husamettin D. wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt und muss sich zusätzlich fünf Jahre lang behandeln lassen.Im Berufungsverfahren zum Fall der betäubten und vergewaltigten Französin Gisèle Pelicot haben die Richter die Haftstrafe des einzigen Angeklagten verschärft. Husamettin D. wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, wie der Vorsitzende Richter Christian Pasta am Donnerstag in Nîmes erklärte. Er müsse sich zudem fünf Jahre lang in Behandlung begeben. Zuvor lag seine Strafe bei neun Jahren.Der 44-Jährige war der einzige von ursprünglich 51 Angeklagten, der sich in dem Berufungsprozess erneut vor Gericht verantwortet und bis zuletzt seine Unschuld beteuert hatte. Er hatte während des vier Tage dauernden Verfahrens wiederholt beteuert, dass er Gisèle Pelicot nicht habe vergewaltigen wollen. Er sei selbst ein Opfer der Manipulation ihres Ehemannes Dominique Pelicot geworden, hatte er erklärt – und damit den Zorn von Gisèle Pelicot geweckt.Lesen Sie auchPelicots Ehemann hatte sie über Jahre hinweg immer wieder mit Medikamenten betäubt und vergewaltigt sowie von zahlreichen Männern vergewaltigen lassen, die er in Internetforen kontaktiert hatte. Die 72-jährige Pelicot, die auf einem öffentlichen Prozess bestand, „damit die Scham die Seite wechselt“, war durch ihren Mut weltweit zu einer Ikone des Kampfes gegen sexualisierte Gewalt geworden. Der Prozess endete mit Haftstrafen für alle Angeklagten. Der Hauptangeklagte, ihr früherer Ehemann Dominique Pelicot, bekam die Höchststrafe von 20 Jahren.In dem aufsehenerregenden Fall waren Ende vergangenen Jahres 50 Männer zumeist wegen Vergewaltigung zu Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren verurteilt worden. Zunächst wollten 17 der Verurteilten in Berufung gehen, nur einer aber hielt daran fest.Lesen Sie auchIn dem Berufungsprozess hatte die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft für den 44-Jährigen gefordert, dessen Tun Pelicots Ex-Mann wie auch das der anderen Täter ausführlich auf Video festgehalten hatte.Viele der Täter sagten später, sie seien von einem Sexspiel des Paares ausgegangen und wiesen den Vorwurf der Vergewaltigung vor Gericht von sich - etwa weil der damalige Ehemann einverstanden gewesen sei. Auch der jetzt Verurteilte hielt an diesem Standpunkt fest. In dem Prozess stritt er erneut eine Vergewaltigung ab, weil Pelicots Ex-Mann behauptet habe, seine Frau stelle sich nur schlafend, und es handele sich um ein Spiel. Er habe keine Gewalt angewendet.AFP/dpa/coh
Urteil in Frankreich: Strafe verschärft – Zehn Jahre Haft für Vergewaltiger von Gisèle Pelicot - WELT
Im Berufungsverfahren zum Missbrauchsskandal um Gisèle Pelicot hat das Gericht die Strafe für einen der Angeklagten erhöht. Husamettin D. wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt und muss sich zusätzlich fünf Jahre lang behandeln lassen.













