Die Mehrheit der EU-Parlamentarier teilt offenbar die Befürchtung der französischen Abgeordneten, deren Antrag sie am Mittwoch zustimmten. Es bestehe ein „echtes Verwechslungsrisiko“ mit richtigem Fleisch, hatte sie gesagt, darum soll, was nur so tut, als ob, künftig nicht mehr so heißen. Ein schöneres Kompliment kann man Fleischersatzprodukten nicht machen: Die Verwechslung ist das Ziel. Nicht im Supermarkt, wo der „Aufschnitt Hähnchen-Style“ und die „vegane Salami mit Weizenprotein“ sowieso weit weg von den Fleisch- und Wurst-Vitrinen platziert sind, aber am Gaumen. „Schmeckt man gar nicht“, mehr Lob geht nicht für die Bolognese aus Erbsenhack.
Verwechslung erwünscht: Kulturgeschichte der Fleischalternativen
Verwechslungsrisiko? Danke für das Kompliment. Fleischalternativen wollen seit über tausend Jahren genau so schmecken wie das Original. Gestört hat das bislang niemanden.













