PfadnavigationHomeRegionalesNiedersachsen & BremenUntersuchung: Keine Belege für rituelle Gewalt in BistümernVeröffentlicht am 09.10.2025Lesedauer: 3 MinutenMehrere Bistümer haben eine Untersuchung zu ritueller Gewalt durch Netzwerke in der katholischen Kirche vorgestellt. (Archivbild)Quelle: Hendrik Schmidt/dpaEine Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei findet keine Belege für rituelle Gewalt in der katholischen Kirche. Gutachter sprechen von Scheinerinnerungen der Betroffenen.Nach Vorwürfen in den vergangenen Jahren gegen die katholische Kirche zu ritueller Gewalt haben mehrere Bistümer eine Untersuchung vorgestellt. Die Kanzlei Feigen-Graf aus Köln hat Interviews mit einem Großteil der Betroffenen geführt, die in der Kirche ein Netzwerk mit Tätern gesehen haben. Zusätzlich bewerteten Psychologen die Aussagen.Das Ergebnis: Es spricht laut der Untersuchung nichts dafür, dass die Beschuldigten, darunter Priester, aber auch Bischöfe aus den Bistümern Münster, Essen, Paderborn, Hildesheim in Niedersachsen und dem Erzbistum Köln, schwerste Straftaten wie Vergewaltigungen, erzwungene Schwangerschaftsabbrüche und sogar Tötungsdelikte begangen haben.Die rund ein Dutzend Betroffenen haben in ihren Vorwürfen neben anderen die Namen der verstorbenen Franz Kardinal Hengsbach (Essen), Joseph Kardinal Höffner, Joachim Kardinal Meisner (beide Köln), Johannes Kardinal Degenhardt (Paderborn), Bischof Reinhard Lettmann (Münster) genannt.Rolle der TherapeutenLaut der Mitteilung der Bistümer spielen Therapeuten der Betroffenen eine entscheidende Rolle. «Es spricht viel dafür, dass die Schilderungen, sie seien Opfer von Täternetzwerken ritueller Gewalt geworden, insbesondere auf den Therapiekontext zurückgeführt werden können.» Und weiter: «Die dort mögliche Vielzahl an fremd- und autosuggestiven Bedingungen hat wahrscheinlich in mehreren Fällen dazu geführt, dass sich die Betroffenen noch stärker in den selbsterfüllenden Prozess der Suche nach immer neuen Erinnerungen geflüchtet haben.»Ausdrücklich betonen die Autoren der Untersuchung, dass den Betroffenen kein Vorwurf gemacht werden könne. «In aller Regel glauben sie das, was sie berichten.»Die Untersuchung habe keinen einzigen belastbaren Hinweis auf die beschriebenen Vorwürfe ritueller Gewalt und die beschriebenen organisierten
Untersuchung: Keine Belege für rituelle Gewalt in Bistümern - WELT
Eine Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei findet keine Belege für rituelle Gewalt in der katholischen Kirche. Gutachter sprechen von Scheinerinnerungen der Betroffenen.






