PfadnavigationHomeRegionalesNiedersachsen & BremenLandessynode ringt um Aufarbeitung sexualisierter GewaltVeröffentlicht am 27.11.2025Lesedauer: 3 MinutenBesonders die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt beschäftigt bei der Landessynode Präsident Matthias Kannengießer (links) und Landesbischof Ralf Meister (rechts) ‒ aber auch absehbare finanzielle Herausforderungen.Quelle: Shireen Broszies/dpaEmotional, kontrovers und mit ungewöhnlich offenen Formaten: Die Landessynode hört Betroffene sexualisierter Gewalt an – doch nicht alle fühlen sich gehört. Was steckt hinter den Vorwürfen?Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers bleibt ein zentrales Thema der diesjährigen Landessynode. Am dritten Tag der Synode sagte Präsident Matthias Kannengießer, der nicht öffentliche Teil der Sitzung, in dem Betroffene ihre Erfahrungen schilderten, sei ein «absolut neues Format» gewesen.Synodenpräsident: «Abgeschlossen ist damit jetzt gar nichts»Diese Art der Auseinandersetzung sei in Synoden bisher «so noch nicht versucht worden», sagte er und fügte hinzu: «Abgeschlossen ist damit jetzt gar nichts und in dieser Landessynode gar nichts, sondern das muss weitergehen.»13 Betroffene haben sich nach Angaben des Präsidiums der Landessynode in den mehr als drei Stunden langen nicht öffentlichen Teil mit Beiträgen eingebracht. Einige hätten persönlich vor den Mitgliedern der Synode gesprochen, andere hätten Schriftstücke oder Audio-Dateien eingereicht.Landessynode: Wir übernehmen Verantwortung für VersäumnisseIn einer nach dem nicht öffentlichen Sitzungsteil einstimmig verabschiedeten Erklärung zeigte sich die Landessynode «sehr bewegt» von den Schilderungen der Betroffenen. «Wir übernehmen Verantwortung für Versäumnisse und Strukturen, die unsägliches Leid ermöglicht haben und weiterhin ermöglichen», hieß es in dem Dokument.Das Gremium betonte, es wolle sich weiterhin dafür einsetzen, Strukturen und Verhalten in der Kirche zu ändern: «Weg vom Nichtsehen zum Sehen, vom Nichthören zum Hören, und vor allem vom Nichthandeln zum Handeln.»Kritik an fehlender Öffentlichkeit und an Ausschluss der DiakonieLandesbischof Ralf Meister sagte: «Nie gab es ein Thema, das bei vier aufeinander folgenden Tagungen der Landessynode jeweils zum Schwerpunktthema geworden ist.» Bei keinem anderen Thema habe es in der Landeskirche innerhalb so kurzer Zeit so viel Bewegung gegeben.Das nicht öffentliche Format stieß jedoch nicht nur auf Befürwortung. Kritiker bemängelten, eine Teilung der Redebeiträge in einen öffentlichen und
Landessynode ringt um Aufarbeitung sexualisierter Gewalt - WELT
Emotional, kontrovers und mit ungewöhnlich offenen Formaten: Die Landessynode hört Betroffene sexualisierter Gewalt an – doch nicht alle fühlen sich gehört. Was steckt hinter den Vorwürfen?






