PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastBotox und Hyaluron-Filler: Wie riskant sind sie?Veröffentlicht am 08.10.2025Lesedauer: 3 MinutenViele Menschen wünschen sich volle Lippen, glatte Haut und ein jugendliches Aussehen. Als Wundermittel gelten dabei minimalinvasive Unterspritzungen mit Botox oder Hyaluronsäure. Doch wie sicher sind diese Eingriffe wirklich – und wer darf sie überhaupt durchführen?Außerdem geht es um die Frage, wie Turbulenzen beim Fliegen entstehen. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In den sozialen Medien werden Botox- und Filler-Spritzen fast schon wie kleine Lifestyle-Extras beworben. Die Behandlungsstatistik der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen aus dem Jahr 2023 zeigt: Botox steht an Platz 1, die Behandlungen mit Fillern und Hyaluronsäure auf Platz 2 der am häufigsten durchgeführten Schönheitseingriffe in Deutschland. Lange galten vor allem Hyaluronfiller als nahezu risikofrei, weil sie sich spätestens nach zwei Jahren im Körper abbauen sollten. Doch neuere MRT-Untersuchungen zeigen: Reste können teils noch nach zehn Jahren im Gewebe nachweisbar sein. Das wirft Fragen auf – etwa, wie sicher diese Behandlungen wirklich sind. Antworten hat Dr. Yael Adler in dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“. Sie ist Fachärztin für Dermatologie in Berlin und erklärt, wie Botox und Hyaluron wirken und welche Nebenwirkungen möglich sind. Botox: Nervengift zur HautglättungBotox ist ein Nervengift, das die Übertragung von Nervenimpulsen auf Muskeln hemmt. Dadurch entspannen sich die Muskeln punktuell, und die darüber liegende Haut bildet weniger Mimikfalten aus. Ziel ist immer ein natürlicher, entspannter Ausdruck, ohne maskenhafte Starre.Typische Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, leichte Schwellungen oder asymmetrische Ergebnisse, die meist reversibel sind. Botox wirkt lokal und in der ästhetischen Dosierung kaum systemisch – eine ernsthafte Vergiftung ist praktisch ausgeschlossen.Hyaluronsäure: Volumen und Feuchtigkeit für die HautHyaluron ist ein körpereigener Stoff, der Wasser bindet – etwa sechs Liter pro Gramm. Mit zunehmendem Alter geht Hyaluron im Gewebe verloren, die Haut wird trockener und faltiger. Unterspritzt man die Haut, lassen sich Falten glätten, Volumen aufbauen oder die Haut regenerativ stimulieren. Die Qualität, Dicke und Platzierung der Hyaluronsäure bestimmen dabei das Ergebnis. Ziel ist ein dezenter, ästhetischer Effekt.Neuere Studien zeigen, dass Reste der Hyaluronsäure im Gewebe teils bis zu zehn Jahre nachweisbar sein können, insbesondere bei älteren Fillern. Dies ist in der Regel unbedenklich, kann aber zu leichten Verteilungen an unerwünschten Stellen führen.Risiken und seriöse AnbieterHyaluron birgt größere Risiken als Botox, da versehentliches Injizieren in Arterien zu Gewebeschäden oder sogar Erblindung führen kann. Infektionen, Abkapselungen oder Immunreaktionen sind weitere mögliche Nebenwirkungen. Deshalb ist die Wahl des Anbieters entscheidend: Nur erfahrene Mediziner sollten die Behandlung durchführen. Heilpraktiker oder kosmetische Studios ohne medizinische Ausbildung können notfalls keine Gegenmittel wie Hyaluronidase einsetzen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.