PfadnavigationHomeRegionalesHamburgUnternehmer zum Zukunftsentscheid„Das ist nicht Klimaschutz, das ist wirtschaftlicher Selbstmord“Veröffentlicht am 06.10.2025Lesedauer: 3 MinutenContainer werden auf dem Terminal von Eurogate im Hafen von Hamburg umgeschlagenQuelle: Christian Charisius/dpaAm 12. Oktober entscheiden die Hamburger darüber, ob ihre Stadt schneller als geplant klimaneutral werden soll – eine Zerreißprobe zwischen Befürwortern und Gegnern des Volksentscheids. Für die Familienunternehmer wäre das Vorziehen der Klimaziele „ein ideologisch überfrachtetes Überforderungspaket“.Mit einem Positionspapier warnt der Wirtschaftsverband Die Familienunternehmer eindringlich vor den Folgen des Volksentscheids „Hamburger Zukunftsentscheid“, der eine schnellere Klimaneutralität fordert. „Was hier als Zukunftsvision verkauft wird, ist in Wahrheit ein ideologisch überfrachtetes Überforderungspaket für unsere Stadt“, sagt der Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Hamburg, Sven Höppner. Das Vorhaben sei unrealistisch, extrem kostspielig und gefährde am Ende sowohl die Hamburger Wirtschaft als auch den Klimaschutz selbst. Höppner: „Es stehen Arbeitsplätze, und das Vertrauen der Menschen in eine vernünftige Klimapolitik auf dem Spiel.“Die Familienunternehmer stehen eigenen Angaben zufolge zum Ziel der Klimaneutralität, „aber mit Augenmaß und Realitätssinn, nicht mit ideologischen Schnellschüssen“. Politik mit der Brechstange sei nicht zielführend. „Der bestehende Plan, bis 2045 klimaneutral zu sein, ist bereits äußerst ambitioniert und verlangt große Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, betont Höppner. Eine Vorverlegung auf 2040 würde zu explodierenden Kosten im Wohnungswesen und Verkehr führen. Inmitten des dritten Rezessionsjahres in Folge sowie in Zeiten globaler wirtschaftlicher Unsicherheit sei das nicht tragbar.Lesen Sie auchDer „Hamburger Zukunftsentscheid“ will erreichen, dass die Stadt bereits bis 2040 klimaneutral wird – fünf Jahre früher als vom rot-grünen Senat im Koalitionsvertrag vereinbart. Das Bündnis um die Umweltbewegung Fridays vor Future wird unter anderem vom Umweltverband Nabu, der Gewerkschaft Verdi und dem Mieterverein Hamburg unterstützt. Währenddessen warnt die Wohnungswirtschaft etwa vor erheblichen finanziellen Belastungen für Mieterinnen und Mieter, sollte Hamburg schneller klimaneutral werden müssen. Dann würde das Wohnen in der Stadt „noch teurer werden“.
Unternehmer zum Zukunftsentscheid: „Das ist nicht Klimaschutz, das ist wirtschaftlicher Selbstmord“ - WELT
Am 12. Oktober entscheiden die Hamburger darüber, ob ihre Stadt schneller als geplant klimaneutral werden soll – eine Zerreißprobe zwischen Befürwortern und Gegnern des Volksentscheids. Für die Familienunternehmer wäre das Vorziehen der Klimaziele „ein ideologisch überfrachtetes Überforderungspaket“.






