PfadnavigationHomePanoramaHochwasserSturmtief zieht ab – Jetzt folgen Dauerregen und SchneeVeröffentlicht am 06.10.2025Lesedauer: 3 MinutenUmgekippte Strandkörbe liegen am Ostseestrand in WarnemündeQuelle: Bernd Wüstneck/dpaStürmisches Wetter hat am Wochenende für Verkehrsbehinderungen und Fährausfälle gesorgt. Es gab Verletzte, in Hamburg wurde der Fischmarkt überflutet. Für die neue Woche prognostiziert der Wetterdienst neben Dauerregen in den Alpen auch Neuschnee.Das Sturmtief über Deutschland zieht allmählich ab – vielerorts aber wird es zum Wochenstart regnerisch und stark bewölkt bleiben. An der Ostsee könne es heute Vormittag sogar noch stürmen, im Laufe des Tages lasse aber auch hier der Wind spürbar nach, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Erwartet werden Höchstwerte von 9 bis 14 Grad. Östlich der Elbe und am Oberrhein soll es trocken bleiben, bei etwas milderen 15 bis 18 Grad. Dort kann zwischendurch auch mal die Sonne scheinen.In den Alpen setzt laut dem Wetterdienst Dauerregen ein, ab einer Höhe von 1.500 Metern schneit es. Erwartet werden 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee, in höheren Lage sind sogar zwischen 10 und 30 Zentimeter Neuschnee möglich.Am Dienstag hält der Regen nach Angaben des DWD vielerorts an. Im äußersten Osten und im Südwesten könne es auch sonnig werden. Auch am Mittwoch und Donnerstag soll sich das herbstliche Wetter fortsetzen.Orkanartige Böen, Starkregen und eine Sturmflut hatten den Menschen im Norden ein ungemütliches Wochenende beschert. Mindestens drei Menschen wurden verletzt. Bundesweit behinderten umgeknickte Bäume und herabgefallene Äster den Verkehr. Etliche Fähren fielen wetterbedingt aus. Insgesamt blieben die Schäden aber relativ gering, wie die Integrierten Leitstellen mitteilten.Nach Angaben des Bundesamts für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) stieg das Wasser an der Küste um 1,5 bis 2,0 Meter über das mittlere Hochwasser. Begleitet wurde das Naturschauspiel am Nachmittag nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) von Sturmböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und Regen. Polizei sperrte Fischmarkt weiträumig abGleiche Pegelstände meldete das BSH für die Elbe. Für Hamburg bedeutete dies unter anderem am Fischmarkt Land unter. Etliche Schaulustige beobachteten, wie das Wasser immer höher stieg und schließlich unter anderem die Fischauktionshalle umschloss. Gleichzeitig tobten Kinder in Gummistiefeln und Regenhosen durchs Wasser.Da die Polizei das Areal großräumig abgesperrt und Autos auch hat abschleppen lassen, mussten später keine Autos vom überfluteten Parkplatz neben der Fischauktionshalle geholt werden. Am Zollenspieker Hauptdeich im Stadtteil Kirchwerder dagegen wurden mehrere Fahrzeuge vom Wasser eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr geborgen werden. Scheitelpunkt der Sturmflut am Pegel St. Pauli war laut BSH um 16.03 Uhr. Eine weitere, dann aber deutlich geringer ausfallende Sturmflut wurde für Montagmorgen erwartet. Kreuzfahrtschiff steckt in Hamburg festDas Kreuzfahrtschiff „Aidaperla“ kann wegen der Sturmflut seit Samstag nicht den Hamburger Hafen verlassen. Aufgrund der anhaltenden Schlechtwetterlage und der damit verbundenen Schließung der Elbe für bestimmte Schiffsklassen verzögere sich die ursprünglich für Samstag geplante Abfahrt, wie ein Aida-Sprecher der dpa auf Nachfrage mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Lesen Sie auchEin für das Kreuzfahrtschiff mögliches Auslaufzeitfenster sei erst für die Nacht zu Montag vorgesehen, hieß es weiter. Wie das Portal „schiffe-und-kreuzfahrten.de“ berichtete, sollte die „Aidaperla“ ursprünglich am Samstag nach Bergen in Norwegen auslaufen, wechselte jedoch nur den Liegeplatz innerhalb des Hafens. Schon am Samstag hatten die orkanartigen Böen den Fahrplan der Fähren zu den Nordseeinseln durcheinandergebracht. So fielen alle Fahrten des „Halunder Jet“ von und nach Helgoland am Samstag und dann auch am Sonntag wetterbedingt aus, wie die Reederei FRS Helgoline auf ihrer Homepage mitteilte. Die Fähre steuert Deutschlands einzige Hochseeinsel normalerweise von Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven aus an.Am Sonntag gab es aufgrund des Sturmtiefs auch keinen Fährbetrieb zwischen Schlüttsiel und den Halligen, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei mitteilte. Bei den Fähren zwischen Dagebüll und den nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum kam es zu Änderungen im Fahrplan oder zu Ausfällen.Gleiches galt für die Sylt-Fähren zwischen Havneby auf Rømø sowie List auf Sylt, wie die Reederei FRS Syltfähre mitteilte. Aufgrund des Hochwassers fuhren die „SyltExpress“ und die „RömöExpress“ am Samstag und Sonntag unregelmäßig. Die Reederei hatte aber angekündigt, gegebenenfalls in den Abendstunden zusätzliche Abfahrten anzubieten.dpa/dp