Wenn die Zwischenfälle rund um den Münchner Flughafen am Donnerstag und Freitag eine Erkenntnis gebracht haben, dann diese: Hierzulande genügt eine einzige Drohne, um ein halbes Dutzend Sicherheitsorganisationen auf Trab zu halten. Dabei muss die Drohne gar nicht lange durch die Luft surren; wenn sie die richtigen Flächen überfliegt, reichen schon ein paar Augenblicke.

Als am Donnerstagabend Flugobjekte erst über dem Fliegerhorst in Erding und später über dem nur rund zwölf Kilometer entfernten Flughafengelände im Erdinger Moos gesichtet wurden, schreckte das jedenfalls mindestens folgende Institutionen auf: die Bundeswehr, die Münchner Flughafengesellschaft (FMG), die Deutsche Flugsicherung (DFS), das bei der Regierung von Oberbayern angesiedelte Luftamt Südbayern, die Bundespolizei sowie die Landespolizei mit dem in Ingolstadt ansässigen Präsidium Oberbayern Nord. Und wohl auch das Polizeipräsidium München, obwohl das für den Flughafen in keiner Weise zuständig ist – aber dort sind die „Spezialeinheiten Südbayern“ angesiedelt, die zumindest über technisches Gerät für die Drohnenabwehr verfügen.

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Zur Abwehr von Drohnen kommen in der Fröttmaninger Arena martialische Störsender zum Einsatz. Derzeit jedoch wird noch keines der vier Vorrundenspiele in München als Hochrisikospiel eingestuft.