Sechster Spieltag, so langsam zementieren die Teams in der Fußballbundesliga ihre Tabellenregionen. Die Punkteabstände zwischen oben und unten wachsen schleichend, aber kontinuierlich an, manche Mannschaften stellen vielleicht schon heimlich Kerzen auf, um höhere Mächte zu beschwören. Ein Überblick über die relevanten Fragen zu den Samstagspartien dieses Wochenendes.

Wer bleibt der erste Verfolger des FC Bayern?

Die 0:6-Klatsche, die Leipzig zum Saisonstart beim FC Bayern erlitten hatte, war ein herrliches Ablenkungsmanöver. Danach kümmerte sich kaum jemand um das RB-Team, das in der Folge von Sieg zu Sieg pirschte. So war die Partie bei Borussia Dortmund tatsächlich, Simsalabim, ein Verfolgerduell: Wer gewinnt, darf sich Bayernjäger nennen, ein Titel, der freilich nicht vielen Glück brachte zuletzt. Leipzig legte vor, Christoph Baumgartner, Mister Zuverlässig im RB-Mittelfeld, verwertete eine Kopfballvorlage von Assan Ouédraogo (7.). Der BVB, durch Trainer Niko Kovac deutlich stabilisiert, blieb aber ruhig und strukturiert. So glich Yan Couto zum 1:1 aus (23.), wobei die Leipziger Defensive sich in dieser Aktion wie eine Slapsticktruppe anstellte. Die zweite Halbzeit war wie ein Besuch auf dem übervollen Oktoberfest: Entscheidende Raumgewinne gelangen keinem. Gewinner der Partie somit: der FC Bayern. Die Konkurrenz lähmt sich selbst gegenseitig.