Reform des Wehrdienstes : Jetzt die Strukturen für eine Wehrpflicht schaffen03.10.2025, 19:27Lesezeit: 1 Min.Bei der Reform des Wehrdienstes kommt es nicht so sehr darauf an, irgendeinen „Mechanismus“ für die Wehrpflicht einzubauen. Wichtiger ist es, die Strukturen für die Einberufung von mehr Rekruten zu schaffen.Dass die Union den Beschluss über den neuen Wehrdienst, wie Verteidigungsminister Pistorius ihn sich vorstellt, verschiebt, ist kein Drama. Anders als bei der ersten Runde der Verfassungsrichterwahl haben die Politiker von CDU und CSU, die am liebsten gleich die Wehrpflicht einführen würden, dem Koalitionspartner ihre Bedenken offenbar rechtzeitig und klar mitgeteilt.Bundeskanzler Merz muss allerdings achtgeben, dass seine innerparteiliche Autorität nicht Schaden nimmt, indem die Fraktion ständig eigene Wege geht.Es braucht Strukturen – das wird schwierig genugIn der Sache brauchen es die Befürworter der Wehrpflicht nicht zu überstürzen. Die Wiedereinführung geht nicht Hals über Kopf. Es braucht Kasernen, Ausbilder, Ausrüstung, nicht zuletzt Strukturen: Mehr Unteroffiziere und Feldwebel als Stabsfeldwebel und Oberstleutnants. All das muss Pistorius ohnehin für seinen Plan schaffen, den Umfang der Streitkräfte auf das der NATO zugesagte Maß zu bringen. Das wird schwierig genug.Um aus dem freiwilligen Wehrdienst eine Wehrpflicht zu machen, hilft sowieso nicht ein jetzt verabredeter „Mechanismus“, der irgendwann greifen würde. Denn es ist dann immer noch eine politische Entscheidung zum jeweiligen Zeitpunkt. Wenn die Umstände sie notwendig machen, dann kann das ebenso schnell gehen wie damals die Aussetzung – wenn jetzt für die notwendige Infrastruktur gesorgt wird.
Pistorius muss Strukturen für eine Wehrpflicht schaffen
Bei der Reform des Wehrdienstes kommt es nicht so sehr darauf an, irgendeinen „Mechanismus“ für die Wehrpflicht einzubauen. Wichtiger ist es, die Strukturen für die Einberufung von mehr Rekruten zu schaffen.









