Selbst Boris Pistorius ist nicht zufrieden mit dem Entwurf für einen neuen Wehrdienst, aber seine Partei, die SPD, hat ihm da Grenzen aufgezeigt. Der Verteidigungsminister wird an diesem Projekt gemessen werden, besonders an der Frage, ob die Bundeswehr nun in Zeiten neuer Spannungen mit Russland und neuer Nato-Vorgaben genügend Personal rekrutieren kann. Hochrangige Bundeswehr-Vertreter bezweifeln einhellig, dass das geplante Vorgehen ausreichen wird. Erstmals seit 15 Jahren müssen von 2026 an alle 18-Jährigen konkret die Frage beantworten, ob sie einen Dienst an der Waffe leisten wollen. An diesem Mittwoch soll der Entwurf beschlossen werden – zum ersten Mal seit 1992 findet deshalb eine Kabinettssitzung wieder im Verteidigungsministerium statt. Ein Überblick, was geplant ist und wo die Hauptkritikpunkte liegen.