London (dpa) - Nach dem Angriff vor einer Synagoge in Manchester mit zwei Toten gehen die Ermittler von einer Terrortat aus. Das teilte ein Sprecher der Polizei in London mit. Der mutmaßliche Täter sei von Beamten erschossen worden. Zwei weitere Personen seien festgenommen worden, sagte der Sprecher. Drei Menschen wurden den Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt und sind in einem ernsten Zustand.

Zum möglichen Tatmotiv gab es zunächst keine Angaben. Die Polizei glaube, die Identität des Angreifers zu kennen, könne aber aus Sicherheitsgründen noch keine Angaben dazu machen, so der Scotland-Yard-Sprecher weiter.

Angriff am höchsten jüdischen Feiertag

Die Tat am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hat in Großbritannien großes Entsetzen ausgelöst. Wie die Polizei in Manchester mitteilte, war ein Auto am Morgen in eine Gruppe von Menschen vor der Synagoge im Norden Manchesters gelenkt worden, ein Mann wurde zudem mit einem Messer attackiert. Beamte konnten den Angreifer durch Schüsse stoppen.

Es dauerte Stunden, bis der Tod des Angreifers bestätigt wurde. Hintergrund war die Furcht, er könne einen Sprengstoffgürtel getragen haben. Ein Bombenentschärfungsteam war im Einsatz.