Es war ein Abend, an dem es für 1860 München eigentlich nicht um das Wie gehen sollte: Hauptsache drei Punkte nach zuvor drei Niederlagen in Serie, mit einem jungen Interimstrainer an der Seitenlinie und jeder Menge Verunsicherung in den Knochen. Doch dann wurde es ein Abend, an dem es sehr wohl um das Wie ging. Und wie!

So viele schockierende Momente, Tritte, frustrierende Schiedsrichterpfiffe hatten sie in diesem Heimspiel gegen Viktoria Köln hinnehmen müssen, dass es fast so schien, als spiele da ein unsichtbarer, größerer Gegner gegen Sechzig als nur Viktoria Köln. Zum Sieg reichte es zwar nicht, aber zu einem 2:2 (1:2), das durchaus Aufbruchsstimmung vermittelte. „Es fühlt sich nicht gut an nach dem Unentschieden, aber so viel Charakter zu zeigen nach drei Niederlagen“, das sei wichtig gewesen, sagte Alper Kayabunar, der Sechzig-Cheftrainer für eine Woche. Er wird am Sonntag wohl auf Kevin Volland verzichten müssen, der sich bei einem Foul eine Fleischwunde zuzog und noch im Stadion genäht wurde. „Wir haben nach dem 0:2 ein super Spiel gemacht“, fand auch er.

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Kommentar von Martin Schneider