Kevin Volland hatte nur wenige, aber umso deutlichere Worte parat für das, was vorgefallen war: „Bitterer geht es fast gar nicht. Das war ein grottenschlechtes Spiel von uns allen“, schnaufte der 33-Jährige kurz nach Abpfiff: „Wir geben uns eigentlich nach der zehnten Minute auf, finden überhaupt nicht ins Spiel“. Es reichte ein Blick auf die Ränge, um das Ausmaß dessen zu verstehen, was Volland da ansprach: Die Fans vom TSV 1860 München riss es schon eine Viertelstunde vor Spielende fluchtartig aus den Sitzschalen und raus aus dem Stadion. Viele von ihnen standen wahrscheinlich schon auf der Rolltreppe zur U-Bahn-Station am Wettersteinplatz, als Hoffenheims Stürmer Ben Opoku Labes in der 80. Minute das fünfte und letzte Mal einen Ball über die Sechziger Torlinie kugeln ließ.
Die herbe 1:5-Pleite der Löwen gegen den Aufsteiger TSG Hoffenheim II war nach der Niederlage in Rostock unter der Woche das nächste Giesinger Frusterlebnis. „Wenn wir so auftreten wie heute, dann kannst du nicht erwarten, Punkte zu holen. So darfst du dich nicht präsentieren, Punkt“, kommentierte Löwen-Keeper Thomas Dähne das Spiel und fügte an, seine Mannschaft habe „richtig auf die Fresse bekommen“.
MeinungMöglicher Einstieg bei 1860 München






