Für die krisengeplagte Stahlindustrie und ihre Tarifparteien stand in der Nacht zu Mittwoch viel auf dem Spiel. Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungsrunde in Düsseldorf hatte die IG Metall mit Streiks gedroht. Das wäre keine günstige Begleitmusik gewesen, um bei der Bundesregierung um mehr staatliche Unterstützung der Branche zu werben. Doch kurz nach Mitternacht, kurz nach Ablauf der tariflichen Friedenspflicht, verkündeten die Unterhändler von Gewerkschaft und Arbeitgebern ein gemeinsames Ergebnis: Die Löhne der rund 60.000 Beschäftigten im Tarifgebiet Nordwest sollen im Januar 2026 um 1,75 Prozent steigen. Zudem werden die Ausbildungsvergütungen um 75 Euro im Monat erhöht, was bis zu 6,8 Prozent entspricht.
Tarifabschluss in letzter Minute – 1,75 Prozent mehr Lohn
Nach holprigem Anlauf haben sich IG Metall und Arbeitgeber kurz vor den angedrohten Streiks geeinigt. Umso höhere Erwartungen richten sie nun an die Politik und den „Stahlgipfel“ beim Bundeskanzler.








